| 19.28 Uhr

17-Jähriger lebensgefährlich verletzt
18-Jähriger stellt sich nach Messerangriff in Krefeld

17-Jähriger mit Messerstichen in Krefeld-Traar verletzt
17-Jähriger mit Messerstichen in Krefeld-Traar verletzt FOTO: Christoph Reichwein
Krefeld. Ein 17-Jähriger ist am Sonntagabend bei einer Messerstecherei in Krefeld lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei fahndete stundenlang nach dem flüchtigen Täter. Am Montagnachmittag stellte sich der 18-Jährige. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die Polizei hatte am Montag stundenlang nach dem Täter, der ein Freund des Opfers sein soll, gesucht. Am Nachmittag dann stellte sich der 18-Jährige selbst. Anschließend wurde er verhört. Am Abend teilte die Polizei mit, dass ein Richter Haftbebefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes erlassen habe.

Nach der Tat am Sonntagabend hatte die Polizei stundenlang nach dem 18-Jährigen gefahndet. Die Polizei setzte in der Nacht einen Hubschrauber und Spürhunde bei der Suche ein. Beamte nahmen am Tatort Spuren auf. Kurz vor Mitternacht gab es am Neudornbuschweg noch einen großen Einsatz der Polizei, bei dem ebenfalls Spürhunde dabei waren. Die Identität des mutmaßlichen Täters war seit Montagmorgen bekannt. Die Polizei wies die Bevölkerung darauf hin, dass er bewaffnet sein könnte. Der 18 Jahre alte Flüchtige und das 17 Jahre alte Opfer waren befreundet. Zunächst hatte es vonseiten der Polizei geheißen, das Opfer sei 18 Jahre alt.

Erste Hilfe im Eiscafé "San Marco" 

Laut Polizei hatte das Opfer seinen Bekannten gegen 20.30 Uhr am Sonntagabend zu seiner Wohnung gebeten. Vor dem Haus griff der Täter den 17-Jährigen dann mit einem Messer an. Das Opfer konnte auf die Straße flüchten, wo eine Autofahrerin anhielt. Sie brachte den jungen Mann zum Eiscafé "San Marco" an der Moerser Landstraße in Traar.

Dort leisteten mehrere Gäste Erste Hilfe, wie auch die Polizei bestätigt. Bei Facebook sagt der Inhaber des Cafés, der sich bei den Helfern bedankt, ganz deutlich: "Und auch um das klar zu stellen, die Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft haben rein garnichts damit zu tun, das wissen wir aus sicherer Quelle, bevor wieder Spekulationen beginnen, die nicht nötig sind." Im Eiscafé rief man auch Krankenwagen und Polizei. Der Verletzte soll mehrfach gesagt haben: "Das war mein Freund, das war mein Freund".

Der 17-Jährige wurde in eine Klinik gebracht. Dort stabilisierte sich der Zustand des jungen Mannes. Er ist seit Montagmorgen außer Lebensgefahr.  

Laut Polizei habe die Tat nichts mit den in Traar untergebrachten Flüchtlingen zu tun. Beide, Opfer und Täter, seien deutsche Staatsangehörige, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig unklar. 

Update: Zunächst hieß es, dass das Opfer 18 Jahre alt sei. Es ist aber 17. 

(lsa/top/sef)