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Krefeld
Krefelder Cheerleader treten bei Olympia auf

Krefeld. Das Dolphins Coed des SC Bayer Uerdingen fliegt zu den Olympischen Winterspielen. Der koreanische Cheerleading-Verband hat die 22 Krefelder eingeladen, im Rahmenprogramm ihre Sportart zu präsentieren. Am Samstag geht es los nach Korea. Von Oliver Schaulandt

Ein Teil der Cheerleader des SC Bayer Uerdingen wird ab Sonntag Geschichte schreiben: Zum ersten Mal fahren die Dolphins zu Olympischen Spielen. Sie repräsentieren Team Germany. Das ist zwar nicht die Nationalmannschaft, aber weil so viele Mitglieder der Coed-Formation auch des Nationalteams sind, darf sich eben das gesamte Ensemble des Deutschen Meisters auf den beschwerlichen Weg nach Korea machen.

Dort werden die 22 Krefelder (13 Männer, neun Frauen) dann im Rahmenprogramm der Olympischen Winterspiele auftreten - als Botschafter ihrer Sportart. Denn Cheerleading ist bislang noch nicht olympisch, doch möglicherweise wird sich das demnächst ändern. Zumindest hat das Internationale Olympischen Komitee (IOC) die Sportart Cheerleading auf dem Schirm, weils eben weitaus mehr ist als hübsch lächelnd mit Pompons zu wedeln. Und die Cheerleader wollen mit ihren spektakulären Stunts und professionellem Auftreten dafür aktiv vor der Augen der Weltöffentlichkeit werben.

"Das ist eine unglaubliche Ehre für uns", sagt Oxana Prokoptschuk. Die Sportliche Leiterin der Dolphins staunte dementsprechend nicht schlecht, als die Einladung für die Krefelder über den nationalen Cheerleader-Verband beim SC Bayer eintrudelte. Der koreanische Verband hatte geladen, auf Geheiß des IOC. Oxana Prokoptschuk, selbst auch als Nationaltrainerin und Vereinscoach tätig, wird die gut 30 Stunden lange Tour nach Korea nicht antreten - in Krefeld stehen die Vorbereitungen auf die nächsten Wettkämpfe an. Am Dienstagabend war nun offizielle Verabschiedung durch Oberbürgermeister Frank Meyer. Das Teams macht sich an diesem Samstag in aller Herrgottsfrühe auf den Weg nach Frankfurt. Von dort geht der Flieger zunächst nach London und von dort wiederum nach Seoul.

"Und dann geht es noch fünf Stunden mit dem Bus weiter zum Hotel", erzählt Prokoptschuk. 30 Stunden werden die zwischen 16 und 32 Jahre alten Dolphins unterwegs sein, bis sie ihre Unterkunft auf dem Campus der Kangwon National University erreicht haben, die wiederum zwei, drei Busstunden vom Olympischen Geschehen entfernt liegt. Am Abend des Eintreffens wird gleich ihr erster Auftritt erfolgen, beim großen Beisammensein mit Cheerleadern aus aller Welt, die allesamt für ihre Sportart kämpfen. Tags drauf geht es dann mit einer Vorführung bei einer Straßenparade weiter. Die wohl größte Bühne für sich alleine haben die Dolphins dann beim Finale des Olympischen Eishockey-Turniers der Frauen, das für den 22. Februar (5.30 Uhr deutsche Zeit) geplant ist. Im Zuge dessen wird das Team im Rahmenprogramm auftreten.

Daneben sind weitere Veranstaltungen und Auftritte geplant. So auch beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der das Team zu einem Abend ins deutsche Haus eingeladen hat oder bei der Abschussveranstaltung der Spiele. Und wer weiß: Vielleicht wird es für den einen oder anderen nicht der letzte Olympia-Auftritt sein - das liegt aber in erster Linie in den Händen des IOCs.

Quelle: RP
 
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