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Krefeld
Küstermann startet am Ostwall neu

Krefeld: Küstermann startet am Ostwall neu
Stefan Küstermann übernimmt in dritter Generation die Geschäftsführung des Kunst- und Teppichhauses Küstermann am Ostwall. FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Das Kunst- und Teppichhaus Küstermann hat nicht nur einen reibungslosen Generationswechsel erlebt, sondern auch seine Angebotspalette erweitert. Ausgefallene Sitzmöbel und Kunstwerke ergänzen das Sortiment an Teppichen. Von Bianca Treffer

Das Ambiente sucht seinesgleichen. Auf schneeweißen Holzdielen liegen farbenprächtige Teppiche feinster Qualität. Elegante Sitzmöbel in Form von Sofas und Sesseln, eingerahmt von Kunstgegenständen verschiedener Künstler, laden zum Verweilen ein. An den weißen Wänden hängen großrahmige Bilder und immer wieder zieren Teppiche mit ausgefallenen Mustern und Motiven ebenfalls die Wände. Es ist ein Gefühl, als würde der Besucher in einem stilistischen Wohnzimmer stehen, wobei sich in diesem Fall ein Wohnzimmer an das andere reiht.

Es handelt sich allerdings um kein trautes Heim, sondern um die Präsentationsflächen des Kunst- und Teppichhauses Küstermann. In den beiden, ineinander übergehenden Jugendstilvillen am Krefelder Ostwall können die Kunden auf 2000 Quadratmetern einen Rundgang durch die Teppichkunst von Persien und Nepal machen und seit neuestem auch Kunst in Form von Bildern und Skulpturen sowie exklusive Sitzmöbel aus den Bielefelder Werkstätten und Biedermeier-Antiquitäten erwerben.

Das Teppichhaus Küstermann ist seit der Wiedereröffnung auch ein Kunsthaus. FOTO: Lammertz Thomas

"Mit meinem Neustart habe ich das Angebot, dessen Schwerpunkt nach wie vor die Teppiche bleiben, um weitere Wohnkunst erweitert", sagt Stefan Küstermann. Nachdem sein Vater Günter Küstermann 54 Jahre an der Spitze des bekannten Krefelder Teppichhauses stand, ist mit Stefan Küstermann die dritte Generation eingezogen. Was Großvater Erich und sein Sohn Günter Küstermann aufgebaut haben, liegt jetzt in den Händen des Enkels. Stefan Küstermann spricht von einem fließenden Generationenwechsel. "Ich selber bin seit 31 Jahren im Geschäft und habe hervorragend mit meinem Vater zusammengearbeitet. Wir waren fast so was, wie ein altes Ehepaar. Wir sind gut miteinander umgegangen, so dass ein angenehmer Übergang folgte", erzählt Stefan Küstermann.

Direkt nach seiner kaufmännischen Lehre stieg er im elterlichen Unternehmen ein, denn seine Liebe und Begeisterung für Teppiche und schöne Wohnkultur waren schon von Kindesbeinen an gegeben. Er und sein Bruder seien quasi im Teppichhaus groß geworden, bemerkt Stefan Küstermann. Als sein Vater nun mit 75 Jahren in den Ruhestand gehen wollte, nachdem er im vergangenen Jahr Goldene Hochzeit feiern konnte, stand der Generationswechsel im Familienunternehmen an.

Stefan Küstermann hat zusätzlich jetzt auch Skulpturen und Malereien in seinem neuen Sortiment. FOTO: Lammertz Thomas

Schon in den vorausgegangenen Jahren brachte Stefan Küstermann neben den klassischen und antiken Teppich die modernen Designerteppiche ein, die alte Motive neu interpretiert wiedergeben. "Ich reise regelmäßig nach Nepal und nach Persien, um dort vor Ort unverfälschte Handwerkskunst einzukaufen. Ich besuche Nomadenfamilien und suche die mittlerweile selten gewordenen Einzelstücke aus. Zudem designe ich selber Teppiche", berichtet Stefan Küstermann. Diesen modernen Teppichbereich baut er nun stärker aus, wobei er eine Symbiose mit der Kunst eingegangen ist. Ihm bereitet es Freude, ein Rahmenkonzept mit schönen Wohnelementen für die Teppiche zu entwickeln.

Eines ist geblieben wie schon in der Vergangenheit, und das ist der Service. Nach wie vor gehören Teppichwäsche und-reparatur inklusive kostenloser Abholung und Lieferung zu den Serviceangeboten. Teppichgutachten werden erstellt, die Präsentation der Teppiche als auch der Möbel und Kunstgegenstände wird realisiert. Dazu kommt die Restauration antiker Möbel und Gemälde.

Mit künstlerischen Arbeiten ergänzt Stefan Küstermann das bisherige Angebot. FOTO: Lammertz Thomas
Quelle: RP
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