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Krefeld
Lehmheide: Container-Streit wird zur Farce

Krefeld: Lehmheide: Container-Streit wird zur Farce
Der Container-Standort an der Lehmheide ist umstritten. Bernd Albrecht (l.) vom Bürgerverein und Anwohner Manuel Hänig fordern eine Umsetzung. FOTO: TL
Krefeld. Der Schriftverkehr um den umstrittenen Containerstandort an der Lehmheide füllt mittlerweile einen Aktenordner. Wie berichtet, fordert die Bezirksvertretung Süd seit geraumer Zeit eine Umsetzung von Altglas- und Papiercontainern, die einst vor Spargelfeldern an der Lehmheide standen, nun aber nach erfolgter Wohnbebauung unmittelbar vor den Häusern und neben dem Eingang zum Spielplatz - mit allen unerwünschten Nebeneffekten wie wilden Müllablagerungen und Scherben - die Kinder auf dem Spielplatz gefährden.

Mit demselben Nachdruck, wie Anwohner und Politiker die Umsetzung an einen besser verträglichen Ort fordern, lehnt der Fachbereich Umwelt diese ab. Um den Standpunkt noch einmal zu erläutern, war Bernhard Plenker vom Fachbereich Umwelt mitsamt dem erwähnten Aktenordner in die Bezirksvertretung Süd gekommen - ein Auftritt, der bei den Bezirksvertretern nicht gut ankam. "Ich hätte erwartet, dass der Fachbereich nun endlich sinnvolle und umsetzbare Standort-Vorschläge macht, anstatt uns noch einmal den bereits bekannten 'Geht nicht, weil geht nicht'-Vortrag zu halten", meinte Bernd Albrecht (FDP) im Nachgang der Sitzung.

Tatsächlich wiederholte Bernhard Plenker noch einmal die altbekannte Argumentation, warum die von Albrecht und Bezirksvorsteherin Gisela Brendle-Vierke (SPD) erarbeiteten Alternativstandorte - Friedhofsparkplatz, andere Straßenseite oder vor dem Rewe-Markt - aus Sicht der Verwaltung nicht machbar seien. Ein ersatzloser Abbau der Container wiederum würde in Krefeld einen unerwünschten Präzedenzfall schaffen, denn: "Die Container sind überall unbeliebt", wie Plenker sagte. Sein Fachbereich habe noch einen Standort an der Heideckstraße in Betracht gezogen, diesen aber wieder verworfen. Er bot dem Gremium an, jeden weiteren vorgeschlagenen Standort zu prüfen.

Daniel Wingender (CDU) bezeichnete es als "Farce", dass die Bezirksvertretung und der Fachbereich sich in dieser Sache immer wieder den Ball zurückspielten und machte deutlich, dass auch seine Fraktion vom Umweltamt erwarte, in dieser Sache endlich einen machbaren Vorschlag einzubringen. Die von Plenker vorgetragene Kritik am Bauträger, der sich in der Planungsphase des Baugebiets einer Unterflur-Lösung verweigert hätte, ließen die Bezirkspolitiker nicht gelten: "Der Bauträger wohnt da nicht, der ist weg", sagte Joachim Gabriel (SPD), "aber zurückgeblieben sind die Familien."

(cpu)
 
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