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Krefeld
Montag beginnt die Staunzeit

Krefeld: Montag beginnt die Staunzeit
Sie richten das Staunzeit-Festival aus: (von links) Silvia Behnke, Kresch-Leiter Michael Jezierny, Theaterintendant Michael Grosse, Helmut Wenderoth und Dirk Wiefel. FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. Beim Schultheaterfestival in der Fabrik gibt es elf Stücke und zum Abschluss eine Premiere. Von Mojo Mendiola

Ein Festival ist die "Staunzeit Zwei 2015", kein Wettbewerb mit Jury und Vorauswahl, so betonen Michael Grosse, Generalintendant des Stadttheaters, und Michael Jezierny, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Kresch. Und besonders freuen sie sich, dass sie dieses Schultheaterfest ab Montag wieder gemeinsam auf die Bühne bringen können. Ziel ist es, verzerrungsfrei abzubilden, was an aktivem Theater tatsächlich an Krefelds Schulen erarbeitet wird, diesen Gruppen die professionellen Bühnen in der Fabrik Heeder und den Zugang zur Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und ihnen eine Plattform für Begegnung und Austausch zu bieten, die auch von der Nutzung populärer Medien wie Blogs begleitet wird. Bis zum Freitag werden elf Stücke und eine Premiere in der Fabrik Heeder zu sehen sein.

Die Festival-Betreuung für die von ihren Lehrern geleiteten Schülergruppen liegt gemeinschaftlich in den Händen von Profis beider Theater: Silvia Behnke, Michael Wenderoth und Dirk Wiefel. Sie sind sich sicher, dass es an den vier Aufführungstagen Einiges zu staunen geben wird.

Nach einer feierlichen Eröffnung am Montag, 8. Juni, um 16.30 Uhr beginnt der Reigen um 17 Uhr mit einer Eigenproduktion des 12. Jahrgangs der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule zum Thema "Manipulieren und Manipuliertwerden". Auch dem Stück "Alles nur Fassade", das Schüler des Literaturkurses der 11. Klasse der Marienschule um 19 Uhr aufführen, liegen eigene Texte zugrunde, die sich um Situationen zuhause, in der Schule und in öffentlichen Verkehrsmitteln drehen.

Am Dienstag, 9. Juni, 11 Uhr, heißt es "Mimi will mehr", wenn die Theater-AG der Bismarck-Schule etwas Neues aus Fragmenten von Doris Dörrie und Michael Ende macht. Eine zweite Gruppe der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule legt um 17 Uhr ihrem Stück "Unterwegs - Am Bahnhof" diverse literarische Vorlagen zugrunde.

Am Mittwoch, 10. Juni,, 11 Uhr, thematisiert "Der überaus starke Willibald" von Willi Führmann in der Theater-AG der Realschule Horkesgath das Phänomen Diktatur in einer Mäusegesellschaft. Eine Theater-AG des Fichte-Gymnasiums präsentiert um 19 Uhr "Battle Of The Queens" nach Schillers "Maria Stuart". Ein Musical mit dem Titel "Die chinesische Nachtigall" nach Motiven von Hans Christian Andersen bietet am Donnerstag, 11. Juni, 11 Uhr, die Pestalozzi-Schule, und ein Literaturkurs der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule hat für 19 Uhr "Fünf Alltagsszenen" aus dem eigenen, teilweise recht drastischen Erleben aufbereitet.

Noch einmal kommt die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule zum Zuge, wenn am Freitag, 12. Juni, 16 Uhr, ein verträumter Schüler Rapunzel begegnet: "Wenn mein Leben ein Märchen wär...". Zuletzt tritt ein Literaturkurs der 11. Klasse des Moltke-Gymnasiums um 18 Uhr mit Oskar Wildes "Bunbury" auf. Das Kresch-Theater legt um 21 Uhr - als Festtagsgeschenk - eine Premiere drauf: die "Klanglandschaft Kafka" im Innenhof der Heeder.

Alle Aufführungen auf den Studiobühnen I oder II der Farbrik Heeder, Virchowstraße. Vormittagsvorstellungen und Kresch-Premiere am Freitag: Eintritt frei. Eintritt zu den übrigen Aufführungen 4 Euro, Vorverkauf über Kresch, Tel. 02151 862626 oder E-Mail: kresch@krefeld.de

Quelle: RP
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