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Krefeld
Richtfest für Malteser-Neubau

Krefeld: Richtfest für Malteser-Neubau
Festgäste beim Richtfest (v.l.): Die Geschäftsführer Arne Greiner und Bernward Schröder, Oberbürgermeister Frank Meyer, Architekt Johannes Stubbs und Franz Graf von Harnoncourt. FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. 22,5 Millionen Euro investieren die Malteser in das St. Josefshospital Uerdingen. Vieles passiert innerhalb des Komplexes - äußerlich sichtbar ist ein Anbau, der nun als fünfgeschossiger Rohbau steht. Gestern wurde Richtfest gefeiert. Von Jens Voss

Schon der Rohbau lässt ahnen, wie sich das Gesicht des Hospitals verändern wird und Uerdingen in diesem Viertel städtebaulich einen Sprung nach vorn macht: Gestern wurde Richtfest für einen neuen Bettentrakt für das St. Josefshospital gefeiert - der alte Westflügel des Krankenhauses (das Gebäude neben dem Neubau) wird abgerissen, sobald der neue Trakt steht. Der so freiwerdende Platz soll durchgestaltet werden und der Klinik ein neues, schönes Entree geben: ein "einladendes, attraktives Umfeld mit Außenterrasse zum Restaurantbereich", wie Architekt Johannes Stubbs gestern vor rund 200 Gästen bei der Zeremonie erläuterte.

2013 haben die Malteser das Hospital übernommen. Wie sehr sie an die Zukunft des Standortes glauben, zeigt die Investition, die einen immensen Modernisierungsstau auflöst. "Wir haben den Anspruch, das schönste Krankenhaus der Region zu bauen" heißt es auf der Einladungskarte für das Richtfest. Schön heißt auch: technisch hochmodern und neu strukturiert, dass die Wege kurz und der medizinische wie der pflegerische Alltag effizient für Mitarbeiter wie Patienten ist.

"Dies ist ein Tag, auf den viele gewartet haben und der ein Meilenstein für die Malteser, für Uerdingen, aber auch für die Stadt und die ganze Region ist", sagte dann auch Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH für den Bereich Medizin und Pflege, übrigens in Wien geboren und promovierter Mediziner, in seinem Grußwort. Er betonte die Philosophie der gemeinnützigen Malteser-Kliniken: Zentral seien demnach die "Verbindung von Haupt- und Ehrenamt und die Verbindungen in die Zivilgesellschaft". So solle das Josefshospital das "Stadtspital von Uerdingen" sein und bleiben. Harnoncourt dankte wie auch Architekt Stubbs der Stadt und dem Bauamt für die exzellente Zusammenarbeit. Architekt Stubbs betonte, dass viele Sanierungsmaßnahmen im Innern des Gebäudes vonstattengehen. Der neue Bettentrakt sei als fünfgeschossiges Gebäude konzipiert und umfasse Platz für 40 Betten in 28 Zimmern; im Erdgeschoss werde eine Cafeteria mit Außenterrasse eingerichtet.

Vor dem Baustart gab es auch archäologische Untersuchungen - "Gott sei Dank ohne Befund". Berücksichtigt wurde allerdings der Blick zum benachbarten Eulenturm - er soll im zukünftigen Gesamtensemble neu und schön im Blickfeld liegen.

Oberbürgermeister Frank Meyer betonte in seinem Grußwort, die Bedeutung des bald rundum modernisierten Josefshospitals gehe "deutlich über die Grenze der Rheinstadt hinaus". Das Hospital sei identitätsstiftend für Uerdingen und wichtig für das Lebens- und Sicherheitsgefühl der Uerdinger. Viele Menschen hätten biografische Verbindungen zu der Klinik; dort wurden Freud und Leid durchlebt. Meyer zeigte sich dankbar, dass die Malteser eine ehrwürdige historische Tradition weiterführen: Den heutigen Standort der Klinik gebe es seit rund 140 Jahren; die Geschichte des Uerdinger Hospitals aber reiche 600 Jahre zurück. Insofern würdigte er das Richtfest und das Engagement der Malteser als "historisch bedeutsame Staffelübergabe."

Das St. Josefshospital wurde um 1380 als "Hospital zum heiligen Michael", heute "Klöske", Oberstraße, durch Übertragung von Vermögenswerten Uerdinger Bürger gegründet.

Quelle: RP
 
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