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Fischeln geht in Homberg die Luft aus

Lokalsport: Fischeln geht in Homberg die Luft aus
Der VfB Homberg verließ sich in der ersten Halbzeit vor allem auf seine Physis, was Semih Ergin in dieser Szene zu spüren bekam. Als einzige Spitze kam Ergin zwar zu keine Chance, absolvierte aber viele Laufwege und riss damit Lücken für das Mittelfeld. David Machnik (Nr. 11) ist hier nur Zuschauer. FOTO: IR
Oberliga. Fußball-Oberliga: Der VfR diktiert die erste Hälfte, unterliegt aber am Ende 0:3. Breuer verspätet, Enke im Krankenhaus. Von Uwe Worringer

Selbstbewusst wollte der VfR Fischeln im PCC-Stadion auftreten, doch am Ende blieb nur die Erkenntnis, dass noch ein paar Baustellen dringend abgearbeitet werden müssen. Mit 0:3 (0:0) unterlagen die Krefelder beim VfB Homberg und finden sich dadurch eine Woche vor dem Duell mit dem neuen Spitzenreiter SF Baumberg vorerst im Tabellenkeller wieder. Überschattet wurde die Niederlage von einer schweren Verletzung. Denn Kevin Enke verdrehte sich in der Schlussphase ein Knie und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. "Wir müssen eine schlimme Verletzung befürchten", so Trainer Josef Cherfi. In Frage kommt ein Kreuzbandriss.

Nicht anwesend war Kevin Breuer. Der Kapitän war zu Hochzeitsvorbereitungen in Spanien und sollte rechtzeitig wiederkehren. Der Flieger spielte aber nicht mit, so dass Breuer nur auf dem Spielberichtsbogen erschien. Doch auch ohne ihren "Zehner" hatten die technisch versierteren Gäste nach Anlaufproblemen zunächst die erste Hälfte im Griff. Im Defensiv-Verbund verschoben die Krefelder gut, so dass es für den spielerisch unterlegenen VfB, der sich im Aufbauspiel obendrein viele Abspielfehler leistete, kaum ein Durchkommen gab. Nach vorne gab vor allem David Machnik immer wieder Impulse und auch Burak Akarca setzte über die rechte Seite ein paar Erfolg versprechende Akzente. Was trotz vorhandener Chancen fehlte, war ein Treffer. So bekam Akarca bei einem Drehschuss keinen Druck hinter die Kugel (22.) und Enke erging es freistehend bei seinem Kopfball ebenso (31.). Der VfB besaß eine klare Chance, die Hendrik Sauter gegen den aus der eigenen Hälfte enteilten Julien Rybacki vereitelte (38.).

Nach der Pause tat sich zunächst nichts, wobei der eingewechselte Yassin Merzagua beim VfB für mehr Belebung sorgte. Die Gastgeber kamen dadurch dem VfR-Gehäuse immer näher, profitierten aber beim 1:0 von einem Foul von Stefan Linser an Justin Bock. Timo Welky trat zum Elfer an, Sauter hielt, doch Welky verwandelte den Nachschuss (63.). Der VfR wirkte nun unsortiert und nur zwei Minuten später sorgte Bock per Abstauber für das vorentscheidende 2:0, nachdem Machnik ein Ballverlust unterlief und Sauter zuerst gegen Rybacki klärte (63.). Vorentscheidend deshalb, weil der VfR angesichts schwindender Kräfte nichts mehr entgegen zu setzen hatte, so dass auch die Einwechslungen wirkungslos blieben. Am Ende konnte sich der VfR sogar bei Sauter bedanken, dass der VfB nur noch zum 3:0 durch Bybacki kam (93.).

Cherfi legte nach der Partie den Finger in die größte Wunde: "Wir wollten kompakt stehen, was uns auch gut gelungen ist. Was mich ärgert ist, dass wir das nicht durchspielen können. Aber es ist halt gravierend, wenn zu vielen Spielern zu viele Einheiten in der Vorbereitung fehlen und sie nicht fit sind."

Quelle: RP
 
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