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Lokalsport
HSG Krefeld kann jetzt "nur" noch Vizemeister werden

Dritte. Handball: Nach dem 31:31 in Aurich schiebt sich Krefeld bis auf zwei Punkte an den Zweiten heran. Bis zur Spitze sind es fünf Zähler. Von Oliver Schaulandt

liga Die erste wichtige Entscheidung in der Dritten Liga West ist gestern für die HSG Krefeld gefallen: Die Handballer können nach dem 31:31 (16:18) gestern gegen den OHV Aurich nicht mehr Meister werden. Nachdem Tabellenführer Leichlingen in Neuss gewann, beträgt der Anstand des Tabellendritten auf den Spitzenreiter nunmehr fünf Punkte, und die sind in zwei noch ausstehenden Partien nicht mehr aufzuholen. Platz zwei ist für die Krefelder allerdings noch drin. Fredenbeck unterlag nämlich gegen die Mindener Reserve, so dass der Rückstand der HSG nun nur noch zwei Zähler auf den Tabellenzweiten beträgt. Fredenbeck trifft am letzten Spieltag auf Leichlingen, das allerdings bereits am kommenden Spieltag den Titelgewinn perfekt machen kann. "Platz drei ist angesichts dieser Saison mit unseren vielen Verletzten wirklich aller Ehren wert", sagte Trainer Olaf Mast zum Abschneiden seines Teams. Auch gestern war der Trainer einmal mhr zum kurzfristigen Umdenken gezwungen orden. Im Anschlusstraining hatte es nämlich David Breuer erwischt. Er war bei einem Sprung unterlaufen worden und danach so unglücklich auf den Rücken geknallt, dass ein Einsatz gestern nicht möglich war.

Und dennoch war gestern durchaus mehr drin für die Krefelder in einer ungemein engen Partie. Denn bis zweieinhalb Minuten vor dem Ende führten die Gäste vor 1150 Zuschauern noch mit 31:29 - eines der wenigen Male in der Partie, wo sich in Team mal mit zwei Toren hatte absetzen können. Dann traf Oroz zum 30:31, und HSG-Coach Olaf Mast nahm 37 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit. Zwei Sekunden vor dem Ende kassierte Gerrit Kuhfuss eine Zwei-Minuten-Strafe, und mit der Schusssirene fiel der Ausgleich durch einen Treffer von Torben Lemke, dem als bestem Werfer seines Team genauso viele Treffer glückten wie Tim Gentges, der auf HSG-Seite am erfolgreichsten war.

"In der Schlussphase hatte man schon den Eindruck, als sollten wir auch auf Wunsch der Unparteiischen Unentschieden spielen", kommentierte Mast vielsagend die Herausstellung des Schiedsrichtergespanns Frederic Linker und Sascha Schmidt kurz vor dem Ende. "Wir hätten natürlich auch gerne die zwei Punkte mitgenommen, hätten sie vielleicht auch verdient gehabt angesichts unserer guten Leistung. Aber es hat halt nicht sollen sein, und deshalb bin ich diesmal auch mit dem einen Punkt zufrieden."

Am kommenden Samstag, 23. April, geht es für die HSG nun erneut mit einem Auswärtsspiel weiter: Um 18 Uhr geht dann die Partie in Ratingen los.

HSG Krefeld: Nippes, Ruch (20.) - Wingert, Hombrink (1), Pannen (2), Schneider (8), Phlak (4/4), Gentges (9), Kuhfuss (3), Schmitz (4), Pagalies

Quelle: RP
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