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Lokalsport
KFC - Fischeln: Verhältnis ist abgekühlt

Oberliga. Fußball: Durch den Führungswechsel in Uerdingen gibt es beim morgigen Oberliga-Derby in der Grotenburg keine Einnahmenteilung mehr. KFC-Coach Pawlak zeigt Respekt vor dem VfR. Sein Gegenüber Cherfi bleibt gelassen.

Das Stadtderby zwischen dem KFC Uerdingen und dem VfR Fischen ragt morgen um 15 Uhr in der Grotenburg beim Meisterschafts-Auftakt im Krefelder Amateurfußball heraus. 3000 Zuschauer erwarten die Gastgeber. Eine Einnahmeteilung wird es wie in den vergangenen Spielzeiten nicht mehr geben. Davon will die neue Führung des KFC nichts mehr wissen. Daher ist das Verhältnis zwischen beiden Vereinen wieder abgekühlt. Die Fischelner wollen sich jetzt überlegen, wie sich das Rückspiel im Dezember auf dem kleinen Kunstrasenplatz an der Kölner Straße mit den entsprechenden Rahmen-und Sicherheitsbedingungen austragen können.

KFC-Trainer André Pawlak zeigt sich vor dem Start recht locker, und das, obwohl ihm mit Denis Jovanovic (Muskelfaserriss), Vincent Wagner (Adduktoreprobleme) und der langzeitverletzte Sebastian Hirsch (Leistenoperation) auf jeden Fall drei Spieler vorerst ausfallen. Eventuell kommt noch Aleksander Pranjes hinzu, der leicht angeschlagen ist und hinter dessen Einsatz gegen den VfR Fischeln noch ein Fragezeichen steht. Auch dass der erste Gegner ausgerechnet der Lokalrivale aus Fischeln und der KFC in diesem Derby der haushohe Favorit ist, sieht Pawlak gelassen entgegen: "Wir haben insgesamt 34 Spiele und werden dort ausnahmslos als Favorit ins Rennen gehen. Mit dieser Rolle müssen wir lernen umzugehen." Respekt vor Fischeln hat Pawlak alle mal. Das hält der neue Uerdinger Trainer allerdings auch bei den anderen Gegnern so. "Dass der KFC die letzten acht Spiele alle gewonnen hat, ist Vergangenheit. Bei uns ist jetzt alles neu", sagt Pawlak weiter. Im Fischelner Team sieht er eine gewachsene Einheit mit vielen guten Einzelspielern, die seiner Mannschaft durchaus gefährlich werden können.

Bei seinem Amtsantritt hat Pawlak vor einigen Wochen bei einem Fantreffen die Fans aufgefordert, gemeinsam mit der Mannschaft an dem Ziel Aufstieg zu arbeiten. Nachdem aus Reihen der Fans bekanntgegeben wurde, dass der Support wieder lauter und unterstützend wird, freute er sich auf seinen ersten Heimauftritt bei einem Pflichtspiel. "Bei so einem Spiel wären 3000 plus schon eine tollte Sache. In der vergangenen Saison hatte Wuppertal seine Fans als zwölfter Mann hinter sich. Wir in Uerdingen haben ebenfalls so ein Potenzial. Das sollten wir auch nutzen", sagt Pawlak.

Auch für Fischelns Trainer Josef Cherfi ist die Rollenverteilung vor dem Derby klar: "Alles andere als ein Sieg des KFC wäre eine Überraschung." Diese Einschätzung ändert aber nichts daran, dass Cherfi mit seiner Mannschaft alles daran setzen wird, auch in dieser Saison nicht mit einer Niederlage zu starten. Entscheidend dürfte sein, ob es den körperlich vielen Gegnern unterlegenen Grün-Weißen gelingt, schon in der Frühphase der Saison den Tempo- und Kombinationsfußball zu zeigen, der sie in jüngerer Vergangenheit auszeichnete. Nicht umsonst stellte der VfR in der letzten Saison mit 66 Treffern die drittbeste Marke auf. Allein 38 Tore gingen dabei allein auf das Konto von Youngster Alexander Lipinski (16), Kapitän Kevin Breuer (12) und Christos Pappas (10).

Allerdings kassierten die Gäste nahezu ebenso viele Treffer. Genau an dieser Baustelle wollte Cherfi in der Vorbereitung intensiv feilen, was aufgrund der urlaubsbedingten personellen Situation nur mäßig gelang. "Daran müssen wir noch weiter arbeiten. Aber die Saison ist ja noch lang", sagt der 50-Jährige und bleibt recht gelassen.

Was die Defensive betrifft, ist es daher sicher von Vorteil, dass Kevin Enke nach Oberschenkelproblemen am Dienstag das Mannschaftstraining wieder aufnahm. Auch der zuletzt angeschlagene Lipinski bekam von medizinischer Seite grünes Licht und steht wieder zur Verfügung, so dass Cherfi fast über den kompletten Kader verfügen kann. Verzichten muss der VfR zukünftig auf Klaas Kurzke. Der 21-Jährige war verletzt, will studienbedingt perspektivisch kürzer treten und daher weniger Aufwand betreiben.

(F.L./TM)
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