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Lisa Schmidla löst Olympiaticket für Rio

Lokalsport: Lisa Schmidla löst Olympiaticket für Rio
Das Siegertrio im Frauen-Einer: Lisa Schmidla (rechts) und die Dritte Annekatrin Thiele tragen Siegerin Marie-Catherine Arnold auf den Schulter. FOTO: Foto; Tschäge
Rudern. Lisa Schmidla wird Deutsche Vizemeisterin im Frauen-Einer und sichert sich damit die Fahrkarte für den Olympiakreis. Ihr Teamkollege Jonathan Rommelmann erfüllt die Vorgabe des Cheftrainers und ist weiterhin in der engeren Auswahl.

Lisa Schmidla hat es geschafft: Die Ruderin des Crefelder Ruderclub ist Deutsche Vizemeisterin bei den Kleinbootmeisterschaften in Köln geworden und hat dadurch nach 2012 zum zweiten Mal ein Ticket für die Teilnahme an Olympischen Spielen gelöst. 2012 in London war sie als Ersatzfrau nominiert, diesmal aber wird sie nicht nur im Boot sitzen, sondern zählt sogar zu den Medaillenhoffnungen. Allerdings ist noch unklar, ob sie im Zweier oder im Vierer in Rio de Janeiro an den Start gehen wird. Möglicherweise gibt es auch noch einen zweiten Ruderer in Rio zu feiern: Jonathan Rommelmann belegte den fünften Rang im Finalrennen. Damit erfüllte er die Maßgabe von Cheftrainer Cheftrainer Marcus Schwarzrock,der vorgegeben hatte, mindestens unter die ersten Acht zu kommen.

"Ich bin happy, mit dem zweiten Platz habe ich das Olympiaticket errudert. Aber mit meinem Rennen auf den ersten 1000 Metern war ich unzufrieden. Ich weiß nicht, warum ich so schlecht ins Rennen gekommen bin. Auf den zweiten 1000 Metern war es ein absolut berauschendes Rennen, kämpferisch war ich top, dass ich noch so auffahren konnte", sagte Schmidla. Alles andere als gut kam die 24 Jährige aus dem Start. Mit einem gigantischen Rückstand von mehr als sechs Sekunden auf die bis zur 1000 Meter Marke führende Carina Bär aus Heilbronn ging Schmidla über die 1000 Meter Marke - und dann begann das Rennen für Schmidla, die eine furiose Aufholjagd begann. Am Ende fehlt ihr nur eine halbe Bootslänge zum Sieg, der an Marie-Catherine Arnold aus Hannover ging. Auf den Bronzerang fuhr Annekatrin Thiele aus Leipzig. Jetzt kann Schmidla erst einmal einen Tag zu Hause durchatmen, bevor es am Dienstag für eine Woche zum Lehrgang nach Berlin geht. In welchem und mit wem sie im Boot sitzen wird, entscheidet sich in der Bundestrainersitzung. Es ist aber davon aus zu gehen, dass Schmidla wieder in den Doppelvierer kommt.

Jonathan Rommelmann bleibt er im Rennen um die Olympiatickets. Anders als bei Schmidla muss er mit seinem Partner Konstantin Steinhübel aus Würzburg, der Bronze im Einer gewann, am kommenden Samstag gegen die Finalisten aus dem Einer, die dann in Doppelzweier-Kombinationen starten, ein erneutes Ausscheidungsrennen fahren. Die Kombination Moritz Moos und Jason Osborne, beide aus Mainz, die Gold und Silber im Einer gewannen, und Max Röger und Daniel Lawitzke beide aus Berlin, die 4 und 6 im Finale wurden, werden die Gegner sein. Bis Samstag nutzen Steinhübel und Rommelmann die Zeit, um sich wieder an den Doppelzweier zu gewöhnen. "Der fünfte Platz geht in Ordnung. Ich habe mich sehr schwer getan, meinen Rennrhythmus zu finden. Ich hätte schon wie im Halbfinale los kommen müssen, aber es war heute ein Arbeitsrennen. Eigentlich kann es im Doppelzweier nur besser laufen", sagte Rommelmann.

Weitere Ergebnisse der Krefelder Starter: Konstantin Nowitzki wurde Zweiter im A-Finale der U19 und gewann mit Henri Schwinde aus Münster den Doppelzweier. In dieser Kombination wird er auch in drei Wochen zur Internationalen Regatta in Münchenstarten und im vorläufigen 1. DRV Doppelvierer sitzen. Beim U23-Zweier ohne Steuermann wurden Jacob Schulte-Bockholt und Laurits Follert fünfte vor Marc Leske mit Partner Christopher Reinhardt aus Dorsten. In der Gesamtrechnung wurden Jacob Gebel und Lukas Geller 15ter, damit bleiben alle weiter im U23 Kaderkreis. Michaela Staelberg kam bei den U23 Einern auf den sechsten Platz, auch sie gehört jetzt dem erweiterten U23 Nationalmannschaftskreis an.

(oli/ST)
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