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Krefeld
Vision für Uerdingen

Krefeld. Architekt Arno Gollner hat Pläne entwickelt, wie das Uerdinger Bahnhofsumfeld attraktiver werden kann. Auf dem Vorplatz sollen Autos nur noch in Schrittgeschwindigkeit fahren, durch Bäume soll ein Park-Charakter entstehen. Von Mario Fuchs

Uerdingen Noch ist nichts in trockenen Tüchern, doch was der Duisburger Architekt Arno Gollner jüngst den Mitgliedern der Bezirksvertretung vorstellte, würde Uerdingen schlagartig zu einem Vorzeigeprojekt machen – und den Bahnhof nebst angrenzender Fläche zu einem zentralen Platz Uerdingens aufwerten.

Arno Gollner beschreibt die aktuelle Situation des Bahnhofvorplatzes als wenig ansprechend. Der Platz mit seinen vielfältigen Funktionen mache heute durch seine getrennte Verkehrsführung und seine zerstückelten Flächen einen unübersichtlichen Eindruck. Der Weg in die Uerdinger Altstadt und zum Rhein sei für ortsfremde Besucher räumlich völlig unklar. "Tatsächlich befindet er sich aber mitten im heutigen Uerdingen auf einer noch zu gestaltenden Fuß- und Radwegachse, die vom Stadtpark über eine neue Allee durch den neuen Bahnhofstunnel über den ,Bahnhofpark' zur Uerdinger Rheinpromenade führen soll", sagt Gollner.

Diese Wegeachse soll dann auch die Uerdinger Alt- und Neustadt über den umgebauten Bahnhof mit dem geplanten Rheinblick-Areal verbinden. Geht es nach den Vorstellungen Gollners, dann würde sich "beim Verlassen des Tunnels eine Lichtung öffnen, die sich vom alten Bahnhofsgebäude zum ehemaligen Turm der Stadtmauer inmitten eines Waldparks erstreckt". Dieser Bereich soll laut Gollner großzügig und barrierefrei gepflastert und besonders beleuchtet werden. Alle Verkehrsteilnehmer sollen hier gleichberechtigt sein. Die Ampelanlage würde entfallen, Autos würden im Schritt-Tempo über den Platz fahren. Der neue "Bahnhofpark" entsteht nach Gollners Plänen durch eine dichte Baumbepflanzung und Begrünung aller verkehrsfreien Flächen. Die dreireihige Allee wird verlängert und zu einem Park erweitert. Auch das alte, historische Bahnhofsgebäude würde aufgewertet und als "Uerdinger Brauhaus" mit neuem Leben gefüllt. Der daneben geplante große Biergarten und der Gästeparkplatz soll Bestandteil des "Uerdinger Bahnhofparks" sein.Über das ehemalige Pakethäuschen würde die Außengastronomie bedient.

Positive Reaktionen

Die Bezirksvertreter reagierten bei der Vorstellung der Pläne sehr positiv, wenngleich es noch einige offene Fragen gebe, wie Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski betonte. Die Verwaltung signalisierte bereits grundsätzliches Interesse an einer Aufwertung des Bahnhofsumfeldes. Gollner verweist auf die guten Erfahrungen, die in Duisburg und Kevelaer mit solchen Plätzen gemacht wurden. Nächster Schritt: Architekt Gollner wird seine Pläne in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses im April vorstellen.

Quelle: RP
 
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