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Krefeld
Zoo-Theater: "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner"

Krefeld. Ein einmaliges Theatererlebnis in besonderem Ambiente erwartet die Zuschauer am Samstag, 11. Juni, im Krefelder Zoo: Unter freiem Himmel, zwischen der neuen Nashornanlage und der Afrika-Savanne, zeigt das Theater Krefeld das Schauspiel "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner" von Ingrid Lausund.

Das Open-Air-Gastspiel ist zugleich die letzte Vorstellung des Stücks, das auf humorvolle Weise das Thema "Gutmenschentum" aufgreift: Eigentlich meinen sie es nur gut und wollen einen Benefiz-Abend vorbereiten, der Spenden für eine Schule in Afrika einbringen soll. Doch die Figuren in Ingrid Lausunds komödiantisch-bissigem Stück nehmen vor allem die eigenen Befindlichkeiten in den Blick.

Auf der Suche nach dem politisch korrekten Ansatz geraten sie immer tiefer in einen Strudel aus gegenseitigen Anfeindungen und Grundsatzdiskussionen. Zoodirektor Wolfgang Dreßen freut sich über die Kooperation mit dem Stadttheater und darüber, mit dem Gastspiel auch inhaltlich eine Brücke zum Zoo schlagen und den Zoo als Bühne nutzen zu können. "Ob es, wie in dem Stück 'Benefiz', darum geht, Spenden für eine Schule in Guinea-Bissau zu sammeln, oder für ein Projekt Gelder zum Erhalt der Sumatra-Tiger aufzutreiben: Es sind die gleichen Menschentypen, die sich dabei begegnen. In beiden Fällen geht es darum, sich für die gute Sache einzusetzen, aber auch um eine Portion Selbstdarstellung und die Frage 'Bin ich ein guter Mensch?'", erläutert er.

"Die Bühne ist mittendrin in Afrika", so Dreßen weiter. "Sie wird dort aufgebaut, wo die afrikanische Lodge mit der Erdmännchen-Anlage entstehen soll, auf einer Rasenfläche, umgeben von Tieren der afrikanischen Savanne." Auch Schauspieldirektor Matthias Gehrt ist von der besonderen Spielsituation begeistert, einer "schönen Irritation des Alltags", wie er es nennt. Die Schauspieler hätten große Lust darauf, im Zoo aufzutreten, und seien gespannt auf die Atmosphäre, die naturgemäß so ganz anders sei als in der Fabrik Heeder, wo das Stück über mehrere Spielzeiten mit großem Erfolg gelaufen ist. "Das ist der Kick, dass auch die Schauspieler nicht genau wissen, was passiert, ob während der Aufführung ein Nashorn brüllt", sagt er lachend. Denn die Zootiere, neben den Dickhäutern auch die Antilopen und Strauße, sind den ganzen Abend über draußen.

Für die Vorstellung am Samstag, 11. Juni, werden 150 Sitzplätze eingerichtet. Tickets zum Preis von 22 Euro (ermäßigt 14 Euro) sind ausschließlich an der Zookasse erhältlich, die täglich von 8 bis 17.30 Uhr geöffnet hat. Einlass ist um 19 Uhr, die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Wer Lust hat, kann also vor der Vorstellung noch in aller Ruhe über das Zoogelände flanieren.

Quelle: RP
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