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Serie Krefelder Künstler In Der Sammlung Des Kaiser-Wilhelm-Museums
Zwei Stars aus Krefeld: Beuys und Luther

Krefeld. In dieser Serie stellen wir Krefelder vor, deren Kunst zur Sammlung der Kunst-museen gehört und im Bestandskatalog ab 1945 aufgelistet ist. Diesmal geht es um zwei Künstler, deren Werk international geschätzt wird: Adolf Luther und Joseph Beuys. Von Mojo Mendiola

Dem Licht- und Objektkünstler Adolf Luther (25.04.1912, Uerdingen - 20.09.1990, Krefeld) begegnen zahllose Seidenstädter nahezu täglich, denn seine "Linsenallee" von 1990 auf dem Ostwall ist unübersehbar.

Der promovierte Jurist gab 1957 seinen Beruf als Richter auf, um sich ganz der Kunst zu widmen. Lichtbrechungen und Spiegelungen waren zentrale Gestaltungsmittel für ihn, auch bewegliche Elemente spielten eine bedeutsame Rolle, und ab Anfang der 1970er Jahre setzte er sogar Laserstrahlen ein. Seine Objekte füllten oft große Wände und werden außerhalb Krefelds in erheblich stärkerem Maße geschätzt als in seiner Heimatstadt.

Immerhin fünf Werke von seiner Hand wurden in den Jahren 1960 - 2010 vom KWM erworben, darunter auch drei Gemälde: "Bordeaux mit Rot und Blau" (1959) sowie "Gelb mit Blau in Schwarz" (1959) beide in Kreide, Öl und Pigment auf Hartfaserplatte, sowie "Entmaterialisierung" (1961), für das der Künstler zusätzlich Lockenwickler verarbeitete. Hinzu kamen ein "Sphärisches Hohlspiegelobjekt" (1972) und ein "Spiegelobjekt" (1982).

Joseph Beuys (12.05.1921, Krefeld - 23.01.1986, Düsseldorf), dürfte der bislang schillerndste unter Krefelds Künstlern überhaupt sein und trug auch gern mal selbst zur Legendenbildung um seine Person bei. Nach Kriegsende schloss er sich der "Klever Künstlergruppe" um Hanns Lamers an und immatrikulierte sich 1946 an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort avancierte er gemeinsam mir Erwin Heerich zum Meisterschüler des Bildhauers Ewald Mataré und wurde auf die Gedanken Rudolf Steiners aufmerksam, die großen Einfluss auf ihn ausüben sollten.

Im zweiten Anlauf erhielt er 1961 den "Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf". Sein weiterer Weg war gekennzeichnet von spektakulären Kunst-Aktionen, unter anderem in Düsseldorf, Kassel und New York, und von Auseinandersetzungen mit dem Direktor der Kunstakademie und dem Kultusminister des Landes NRW. Begriffe wie "Fluxus" und "Soziale Plastik" sind bis heute untrennbar mit dem Künstler und Kunst-Philosophen Joseph Beuys verbunden.

Zwischen 1953 und 1991 nahm das KWM folgende Werke in seine Sammlung auf: die Objekte "Brunnen" (1952), "Hibernia" (1957), "Anschwebende plastische Ladung" (1960), "Gundfana des Westens - Dschingis Khans Flagge" (1961), "Unbetitelt (Objekt mit Hasenfell)" (1963), "Fond IV/4" (1970/71) und "Samurai-Schwert" (1983), eine großformatige S/W-Fotografie des Objekts "Basaltkreuz für Joseph Koch" (1953 - 55) das Video "Eurasienstab" (1968) sowie die Installationen "Barraque D'Dull Odde" (1961 - 67) und "Celtic+ ----- Basel" (1971).

Quelle: RP
 
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