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Wegberg
Baugerüst stürzt ein – zwei Tote
Wegberg: Baugerüst stürzt ein – zwei Tote
Zwei Arbeiter starben bei dem Unglück auf der B 221 n-Baustelle. FOTO: RPO
Wegberg. Tragischer Arbeitsunfall auf der Baustelle B 221n in Wildenrath: An einer Brücke stürzte am Freitag ein Gerüst ein. Zwei Arbeiter gerieten unter die tonnenschweren Stahlträger. Die Männer starben noch am Unglücksort. Von Michael Heckers

Zu einem tragischen Unglück kam es am Freitag gegen 13 Uhr auf einer Baustelle an der Ortsumgehung Wildenrath (Bundesstraße 221 n). Bei Einschalungsarbeiten an einer im Bau befindlichen Brücke am Schroersweg stürzte ein Gerüst ein. Die darauf liegenden tonnenschweren Stahlträger begruben zwei 53 und 61 Jahre alte Arbeiter unter sich. Für die beiden Männer aus Kerpen und Bergheim kam jede Hilfe zu spät.

Warum das Gerüst umstürzte, war am Freitag noch völlig unklar. Erst rund drei Stunden nach dem Unfall wurden die Leichen der beiden Arbeiter, die für eine Bauunternehmung aus dem Aachener Raum tätig waren, geborgen. Die Unglücksstelle musste zunächst gesichert werden. Weil es sich um einen Arbeitsunfall handelte, nahm das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Köln die Ermittlungen auf. Auch Beamte der Kriminalpolizei aus Heinsberg waren vor Ort. Arbeitskollegen der Verunglückten wurden auf der Polizeiwache Heinsberg zum Unglückshergang vernommen.

Hubschrauber im Einsatz

Über der Unglücksstelle kreiste minutenlang ein Polizeihubschrauber. Aus der Luft wurden Bilder von der Baustelle und dem eingestürzten Gerüst gemacht. "Die Baustelle kann auf diese Weise ganz genau vermessen werden", erklärte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Die Polizei erhofft sich dadurch Erkenntnisse bei der Suche nach Antworten auf die Frage, wie es zu dem tödlichen Unglück an der B 221n kommen konnte.

Sichtlich betroffen von dem tödlichen Unglück machte sich auch Ulrich Schulz, Leiter des Wegberger Amtes für Ordnung und Sicherheit, gestern vor Ort ein Bild von der Lage. Wegberger Feuerwehrleute der Löschzüge I und III waren bei Bergungsarbeiten im Einsatz.

Quelle: RP
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