| 18.09 Uhr

Ehrenamtler im Blickpunkt

Schon die Nominierung ist eine Ehre

Mit 2200 Stimmkarten, ausgefüllt von interessierten Bürgern und 32 Jury-Mitgliedern, liegt die Erkelenzer Sportlerwahl 2009 im Schnitt, der im Jahre 2005 mit 1675 Stimmen seinen Tiefpunkt und im Jahr 2004 mit 3180 Stimmen seinen Höchststand hatte.

Es hat sich also gezeigt, dass diese Form des Aufmerksammachens oder Hervorhebens großer oder besonderer Leistungen nach wie vor beliebt ist, vor allen Dingen im Kreis Heinsberg den Anspruch hat, einmalig zu sein.

Auch wenn der ein oder andere zur Wahl angetretene Sportler sich eine bessere Platzierung erhofft hatte, sollte er nicht zu sehr enttäuscht sein. Schon die Nominierung ist eine Ehre. Da gilt auch in erkelenz das olympische Grundprinzip – "Dabei sein ist alles".

Eine Wahl bleibt immer ein Spiel mit ungewissem Ausgang . . .

HANS GROOB

Das Ehrenamt hat für ehemalige und den aktuellen Erkelenzer Bürgermeister, wie sie bei vielen Gelegenheiten betonen, einen sehr hohen Stellenwert. Also auch das im Sport, das seit dem Jahr 2000 im Rahmen der Feierstunde zur Sportlerwahl besonders herausgestellt wird. Das war bisher 27-mal der Fall. Und gestern Abend standen zwei weitere Menschen im Blickpunkt, deren Wirken meist im Hindergrund abläuft.

Hans Willi Adams (59 Jahre) – vielleicht besser bekannt als "Ädäm" – , ist seit 32 Jahren unermüdlich für den Reit- und Fahrverein Erkelenz im Einsatz. Die Gute Seele des Reitvereins kümmerte sich nicht nur in besonderem Maße um das leibliche Wohl der Reiter, sondern hilft auch Frust abzubauen und Probleme zu lösen, wenn es um den "Kamerad Pferd" geht. Kein Weg ist ihm zu weit oder zu steinig. In seiner Zeit im Reit- und Fahrverein Erkelenz erlebte er vier Vorsitzende und eine Vielzahl von Vorstandsmitgliedern und Helfern. Und was schwirrt aktuell im Kopf von "Ädam" herum? Natürlich das 58. Reitturnier vom 21. bis 24. Mai auf dem Gelände von Haus Hohenbusch. Dann ist er wieder in seinem Element.

Wolfgang Küppers (64 Jahre) – seit 30 Jahren ist der pensionierte Lehrer in Gerderhahn der Organisator der Sportabzeichenprüfung, wobei er besonderes Improvisationstalent entwickelt. Da wird die Laufprüfung auf exakt vermessenen Wirtschaftswegen rund um Gerderhahn durchgeführt, Kugelstoßen und Weitsprung im Sandkasten des Kinderspielplatzes absolviert. Bis zum Jahr 2007 war Wolfgang Küppers an der Hauptschule Wegberg tätig und führte dort mehr als 2500 Mädchen und Jungen zum Sportabzeichen. Er selbst ist der beste Werber für die sportliche Ehrenmedaille, legte die Goldprüfung schon zum 35. Mal ab. Die nächste folgt wohl im Sommer dieses Jahres, wenn die Gerderhahner wieder in den Sandkasten gehen . . .

Quelle: RP
 
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