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Aus Den Vereinen
"Projekt KURT" steht vor seiner Vollendung

Wegberg. Für die Erneuerung des Rasenplatzes und eine Sitzplatztribüne sammelten die Sportfreunde Uevekoven in 35 Monaten 40.000 Euro. Von Mario Emonds

Nach dem im Oktober 2010 fertiggestellten "Projekt 8010", dem Kunstrasenbau, sieht bei den Sportfreunden Uevekoven das nächste Großprojekt seiner Vollendung entgegen: das "Projekt KURT", der "Kraftakt Uevekovener Rasenplatzsanierung und Tribünenbau". Das war vor knapp drei Jahren in der Jahresversammlung offiziell gestartet worden - in der aktuellen JHV konnte Vorsitzender Thomas Hendrix nun stolz Vollzug melden: "Der Rasen ist ja bereits überholt worden, und diesen Sommer werden wir auch die Sitzplatztribüne am Platz aufstellen."

Insgesamt 40.000 Euro haben die Sportfreunde für "Kurt" in die Hand genommen. "Der Betrag ist komplett über Spenden zusammengekommen", führte Hendrix aus. Zurzeit wird an der künftigen Tribüne, die ihren Standort am Kunstrasenplatz bekommen wird, noch in der Werkstatt des Wassenberger Messebauers Artec letzte Hand angelegt. Artec hat dafür einen 40' High Cube Übersee-Container mit den Maßen 12 Meter x 2,35 Meter x 2,38 Meter umgebaut - "nach dem Vorbild der Tribüne in Verlautenheide", erläuterte Hendrix. 64 Sitzplatzschalen sind darauf montiert.

Sorge bereiten den Sportfreunden dagegen die sinkenden Zuschüsse seitens der Stadt Wegberg. Fürs vergangene Jahr waren das rund 650 Euro weniger - Tendenz weiter fallend. "Trotz Haushaltssicherungskonzepts sind Zuschüsse für Vereine weiterhin möglich. Bis zum Jahr 2024 sollen diese aber jährlich um zwei Prozent gekürzt werden", erläuterte der 2. Geschäftsführer Georg Schmitz, zugleich Ratsherr der Stadt Wegberg.

Weil sich zudem die Energiekosten im vergangenen Jahr um 750 Euro erhöhten und Investitionen ins Sportlerheim (unter anderem für Dach und Theke) nötig wurden, schlug der Vorstand eine moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vor, die auch problemlos durch die Abstimmung ging. Aktive Erwachsene zahlen künftig 72 Euro, Jugendliche 46 Euro, Familien 106 Euro. Der jeweilige Beitrag für den Kunstrasen als Umlage blieb unverändert.

Als Sparmaßnahme hatten die Sportfreunde bereits den Fußball-Bezahlsender Sky fürs Sportlerheim abgeschafft. "Der hätte uns nach einer Erhöhung weit über 3000 Euro im Jahr gekostet", rechnete Geschäftsführerin Beate Löß vor. Umgekehrt verzeichneten die Sportfreunde bei den Mitgliedsbeiträgen eine Steigerung. "Nicht zuletzt durch besseres Forderungsmanagement", wie es Beisitzer Christian Tilg nett ausdrückte.

Sorgen drücken auch die Jugendabteilung. "Wir suchen weiterhin dringend Trainer und Betreuer", sagte der 2. Jugendleiter Jörn Grabowski. In der C-Jugend werde es eine Spielgemeinschaft mit dem SV Klinkum geben.

Generell läuft es im Verein aber rund - auch außerhalb des Platzes. So wird der beliebte Newsletter der Sportfreunde wiederbelebt. "Anfang April gibt es die nächste umfangreiche Ausgabe. Ab dann wird er quartalsmäßig erscheinen", sagte Hendrix und gab einen Ausblick auf weitere größere außersportliche Aktivitäten. So wird es in diesem Jahr auf dem Rasenplatz wieder ein Kuhfladenroulette geben - und 2017 wieder ein Kartoffelsackrennen. Zudem werden die Sportfreunde weiterhin einen FSJler haben: Im September wird Lars Blatnik in dieser Funktion Oskar Schneider beerben. Schlusswort Hendrix: "Die Sportfreunde sind weiterhin ein innovativer, lebendiger Verein."

Quelle: RP
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