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Leichtathletik
Spikes oder Stollen - das ist hier die Frage

Leichtathletik: Spikes oder Stollen - das ist hier die Frage
Zwischen Fußball und Leichtathletik: Moritz Ringk ist Deutscher Meister im Blockmehrkampf und spielt beim FC Wegberg-Beeck Fußball. FOTO: JÖRG KNAPPE
Hückelhoven. Moritz Ringk ist ein großes Leichtathletik-Talent, seine Leidenschaft gehört aber auch dem Fußball. Von Hendrike Gierth

An diesem Wochenende zählt für Moritz Ringk nur die Leichtathletik: Der Läufer des TuS Jahn Hilfarth steht heute um 17.20 Uhr bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Kölner NetCologne Stadion über 300 Meter am Start und wird versuchen, sich für den morgigen Endlauf zu qualifizieren - gemeldet ist der Gymnasiast mit der elftbesten Zeit der U 16.

Einen ganz großen Erfolg hat der 14-Jährige bereits eingefahren: Im vergangenen Jahr wurde er Deutscher Meister im Blockwettkampf Lauf - einer Kombination aus verschiedenen Läufen, Weitsprung und Ballwurf - und stellte einen Kreisrekord auf. "Dieser Erfolg ist schon ein großer Ansporn", sagt Ringk.

Dennoch schlagen in Moritz' Brust zwei Herzen: Denn neben der Leichtathletik hat er noch eine zweite große Leidenschaft - er spielt beim FC Wegberg-Beeck Fußball. Dreimal in der Woche geht das vielleicht größte Leichtathletik-Talent seines Alters aus Deutschland zum Fußball-Training, dazu kommen noch die Spielen der B2 in der Bezirksliga an den Wochenenden. "Zwischen Fußball und Leichtathletik gibt es schon mal die ein oder andere Terminüberschneidung", sagt Moritz' Vater Hans Joachim Ringk, "dennoch machen wir ihm keinen Druck, sich für eine Sportart zu entscheiden. Diese Wahl muss Moritz selbst treffen." Keinen Hehl macht Mutter Anke allerdings daraus, dass sie ihren Sohnemann lieber bei der Leichtathletik sehen würde: "Da ist das Verletzungsrisiko geringer."

Eine Verletzung, die er sich beim Fußballspielen zugezogen hat, war auch der Grund, warum Moritz Ringk überhaupt erst zur Leichtathletik gekommen ist. "Ich habe damit als Aufbautraining nach der Verletzung angefangen", erinnert sich der 14-Jährige. Inzwischen geht er regelmäßig zum Training beim TuS Jahn Hilfarth, wo er von seinem Trainer Reinhard Hensen auf die Wettkämpfe der Saison vorbereitet wird. "Wenn er allerdings weitere Erfolge feiern will, dann muss er das Training intensivieren", ist sich Hans Joachim Ringk sicher, "sein Talent alleine wird dann nicht mehr ausreichen."

Ob sein Vater damit recht hat, wird sich vielleicht schon am 6. September zeigen: Dann steht in Lübeck das Projekt Titelverteidigung an. Bei den Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf träumt Moritz davon, seinen Vorjahrescoup zu wiederholen. "Das Wichtigste ist aber, das Beste rauszuholen", sagt Moritz Ringk selbst. Und auf eins kann sich der 14-Jährige verlassen: Auf sein Stehvermögen im abschließenden 2000-Meter- Lauf, das er sich in vielen Spielminuten beim Fußball antrainiert hat.

Quelle: RP
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