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Monheim
Europa-Union ehrt früheren Parlamentspräsidenten

Monheim. Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Klaus Hänsch, hält der Europa-Union Monheim seit 35 Jahren die Treue. Dafür wurde er vom Vorsitzenden Manfred Klein mit einer Dankesurkunde ausgezeichnet. Die Anerkennung gilt auch seinem großen Engagement für ein freiheitliches und rechtsstaatliches Europa.

"Unsere Partner erwarten deutsche Führung, aber auch deutsche Einordnung - ein politischer Balanceakt, der Fingerspitzengefühl verlangt. Dabei ist wirtschaftliche Dominanz hinnehmbar, aber Deutschland darf sich nicht als Hauptinstanz für moralische Überheblichkeit aufspielen". Diese klaren Worte fand Hänsch in seinem Referat, das er auf Einladung der Europa-Union in Kooperation mit der VHS Monheim hielt. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen war die aktuelle Einwanderungskrise. "Erstmals in der Geschichte der EU berührt die Flüchtlingskrise unmittelbar die Identität der Mitgliedsstaaten, hier geht es nicht um Geld, sondern um Selbstverständnis. Auch Deutschland muss klar sagen, dass es nicht unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen kann, dass das Recht auf Asyl kein Recht auf Einwanderung mit unkontrollierten Reisen quer durch Europa ist". Hänsch befürwortet die Willkommenskultur als Sache des Herzens, die von der Integrationskultur als Sache des Verstands begleitet werden muss.

(og)
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