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Baumberg
Investor wartet auf Bauland in Baumberg

Baumberg: Investor wartet auf Bauland in Baumberg
Im Vordergrund blühen Kamille und Mohn. Hier soll das neubaugebiet Waldbeerenberg entstehen, der erste Spatenstich war im August. Im Hintergrund baut Paeschke auf seinem Grundstück, das ein Drittel der Fläche ausmacht. FOTO: Matzerath
Baumberg. Der Firma Dornieden gehört immer noch kein Grundstück am Waldbeerenberg. Von D. Schmidt-Elmendorff

Die Bauarbeiten für die neue Bezirkssportanlage sind schon weit fortgeschritten. Im Neubaugebiet Waldbeerenberg blühen allerdings vor allem Kamille und Mohn. Nur auf einem kleinen Baufeld gegenüber den Wohncontainern an der Bregenzer Straße sind die späteren Reihenhäuser schon bis über das Erdgeschoss hinaus gemauert.

Dreieinhalb Jahre sind vergangen, seit die Dornieden Generalbau den Architekten- und Investorenwettbewerb für die Neubausiedlung Waldbeerenberg für sich entscheiden konnte. Und Ende August 2016 hat Dornieden offiziell mit den Bauarbeiten für die Erschließung des Neubaugebiets begonnen, zu der sich das Mönchengladbacher Unternehmen vertraglich verpflichtet hatte. Inzwischen hat Dornieden die Straßen zwar fertiggestellt, aber mit den Hochbauten als dem eigentlichen Zweck des Wettbewerbs hat das Unternehmen noch nicht begonnen - wohl aber der damalige Langenfelder Mitbewerber Gernot Paeschke, der damals der Stadt ein gut 10.000 Quadratmeter großes Grundstück am Waldbeerenberg vor der Nase weggeschnappt hatte. Die Stadt hatte sich vor der Ausschreibung des Wettbewerbs nicht alle Flächen gesichert.

Der Grund für die Verzögerung bei Dornieden: "Wir sind noch nicht Eigentümer der Grundstücke - aber in den letzten Zügen der Vertragsabstimmung", sagt Jürgen Kläber, Prokurist bei der Vista Reihenhaus, einer Tochter von Dornieden. Innerhalb der Verwaltung habe es wohl größeren Abstimmungsbedarf gegeben, immerhin seien mehrere Abteilungen an dem Grundstücks deal beteiligt, fügt er nachsichtig hinzu. Im Rathaus meint Stadtplaner Thomas Waters: "Das Thema ist juristisch sehr komplex, wir sind uns aber im Grundsatz einig. Und ich rechne damit, dass der Notartermin in Kürze stattfinden kann."

Bei Dornieden hatte man indes damit gerechnet, dass der Kaufvertrag im Herbst 2016 stehen würde. Immerhin sei man mit der Erschließung in Vorleistung gegangen. "Wir würden lieber heute als morgen anfangen", betont Kläber. Die Bauanträge für die öffentlich geförderten Reihenhäuser entlang der neuen Bezirkssportanlage seien bereits eingereicht. "Diese nicht unterkellerten Häuser werden von Vista gebaut", sagt er. Sobald der Kaufvertrag unterzeichnet sei, werde man öffentliche Gelder beantragen - obwohl fraglich sei, ob sie in diesem Jahr noch zugeteilt würden.

So hat Paeschke einmal mehr die Nase vorn: Er geht davon aus, dass seine 26 Einfamilienhäuser spätestens im ersten Quartal 2018 bezugsfertig sind. Er ist bereits in die Vermarktung eingestiegen. Die Doppelhaushälften (130 Quadratmeter) kosten ab 480.000 Euro und sind im energieeffizienten KfW 55 Standard gebaut.

Und auch bezüglich der geplanten Südosterweiterung des Baugebietes Baumberg-Ost hat Dornieden den Kürzeren gezogen. Ein gut 68.000 Quadratmeter großes Grundstück hat just die Deutsche Reihenhaus AG erworben. "Wir hatten uns um das Areal bemüht", so Kläber. Für die Kölner ist es das bisher größte Projekt in ihrer Unternehmensgeschichte. "Wir werden aber nicht nur Reihenhäuser bauen, sondern einen Mix aus Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbau", sagt Sprecher Achim Behn.

Quelle: RP
 
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