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Kreis Mettmann
Kriminalität in den Städten nimmt zu

Kreis Mettmann: Kriminalität in den Städten nimmt zu
Auch in diesem Jahr waren die Brandstifter in Monheim wiederholt aktiv. So brannte am 16. Januar auf einem Parkplatz an der Tegeler Straße ein abgestelltes Auto. Die Feuerwehr löschte. FOTO: Patrick Schüller
Kreis Mettmann. Im vergangenen Jahr ist es im Kreis Mettmann zu schweren Verbrechen gekommen. Monheims Brandserie geht weiter. Von Oliver Wiegand und Heike Schoog

Bei Mord liegt die Aufklärungsquote der Polizei deutschlandweit bei mehr als 95 Prozent. Bei Brandstiftungen ist sie äußerst gering. Ein Blick in die Kriminalitätsstatistik 2015.

Monheim, 14. Januar Brandstifter zünden in der Tiefgarage Schöneberger Straße drei Autos, zehn Motorräder und einen Campinganhänger an. Die Hitze zerstört auch die Mauern der Tiefgarage. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa eine Million Euro.

So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern FOTO: dpa, Robert Schlesinger

Monheim, 3. April Um 0.16 Uhr schrillt der Alarm: Eine Wohnung im Mehrfamilienhaus an der Anne-Frank-Straße 21 brennt. 14 Bewohner werden durch Rauchgase verletzt. 25 Wohnungen werden von der Polizei versiegelt. Das Ordnungsbüro richtet eine Notunterkunft im Bürgerhaus Baumberg ein. Die Serie reißt nicht ab. Immer wieder werden Müllcontainer und Autos in der Stadt am Rhein angezündet. In Wohnhäusern brennen Keller und Balkone. Mehr als zwölf Mal rückte die Feuerwehr an. Die Stadt hat bereits im April eine Belohnung ausgesetzt. Die Serie geht weiter. Die Anzahl der Brandstiftungen wird in der Statistik nicht besonders ausgewiesen.

Mettmann, 13. April Ein 43-jähriger Mann wird von Mann von zwei zunächst unbekannten Verdächtigen in seiner Wohnung mit Pfefferspray angegriffen und mit einem Teleskopschlagstock geschlagen. Einer der Männer soll versucht haben, mit einem Jagdmesser auf das Opfer einzustechen. Der Mann überlebt den Anschlag nur knapp. Über das Motiv gibt es keine Erkenntnisse.

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Wülfrath, 24. Mai Zwischen einem 17-jährigen algerischen Bewohner der Asylunterkunft und drei Bewohnern marokkanischer Herkunft kommt es zu einem Streit. Wütend tritt er die Tür seines eigenen Zimmers ein und holt dort ein Messer. Da der 17-Jährige jedoch nicht mehr in den Raum der drei Marokkaner gelangen kann, geht er einen Flur entlang, auf dem ihm ein 21-jähriger Albaner entgegen kommt. Als beide aneinander vorbei gegangen sind, dreht sich der 17-Jährige plötzlich und sticht dem Albaner in den Rücken. Der Mann wird lebensgefährlich verletzt.

Haan, 14. Oktober In den Abendstunden kommt es in einer Asylunterkunft zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einem 23-jährigen und einem 17-jährigen algerischen Staatsangehörigen. Der Streit eskaliert, weil der 23-jährige den Jüngeren vermutlich mittels eines "Fußfegers" zu Boden bringt und ihn im Anschluss gegen den Kopf tritt. Zeugen gelingt es nach dem Tritt, die an der Schlägerei beteiligten Personen voneinander zu trennen. Das Opfer begibt sich in ärztliche Behandlung. Nach einer ersten Diagnose hatte er sich eine Schädelbasisfraktur zugezogen. Es erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

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Mettmann, 29. Oktober In einer Asylunterkunft in Mettmann kommt es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen zwei mongolischen Staatsangehörigen. Dabei wird ein 31-Jähriger durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt. Die Tat wurde als versuchtes Tötungsdelikt bewertet.

Quelle: RP
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