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Langenfeld
Langenfeld regelt Verkehr mit neuem Plan

Langenfeld: Langenfeld regelt Verkehr mit neuem Plan
Auch die Nutzung von E-Bikes und Elektroautos soll das Mobilitätskonzept laut Klimaschützer Ronald Faller in Langenfeld vorantreiben. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Stadtpolitiker beschließen Erstellung eines Mobilitätskonzepts, das Umwelt und Soziales einbezieht. Von Stephan Meisel

Manche fahren im Stadtgebiet vor allem mit Auto und Motorrad, andere steigen aufs Fahrrad, in den Linienbus oder erledigen möglichst viel zu Fuß. Oder sie legen ihre Strecken heute mal so, morgen so zurück. Künftig soll das Verkehrsgeschehen in Langenfeld besser aufeinander abgestimmt werden, Klimaschutz sowie soziale Gesichtspunkte berücksichtigen. Im Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen die Stadtpolitiker, ein Ingenieurbüro mit einem so genannten Mobilitätskonzept zu beauftragen. 80.000 Euro sind hierfür eingeplant. Allein die FDP stimmte dagegen.

Zuvor hatte der städtische Klimaschützer Ronald Faller in der Sitzung den Sinn und Zweck dieses Konzepts erläutert, das 2018/19 vorliegen soll. Ein reiner Verkehrsentwicklungsplan, wie er zuletzt für Langenfeld vor zwölf Jahren erstellt wurde, sei "nicht mehr zeitgemäß". Seit 2005 seien weitere Strategiekonzepte etwa zum Radverkehr, Wohnungsbau und Klimaschutz erstellt worden, dazu Lärmaktions- und Luftreinhalteplan. Deren Inhalte sollten nunmehr gebündelt in einem auf die Zukunft ausgerichteten Masterplan zusammengefasst werden, so Faller, "Es ist das Ziel, in Langenfeld Mobilität zu gewährleisten, ohne immer neue Verkehre zu schaffen. Diese Mobilität soll möglichst energieeffizient sowie umwelt- und sozialverträglich sein."

In einem ersten Schritt zu diesem neuen Planungsansatz war Langenfeld 2016 dem Zukunftsnetz Mobilität NRW beigetreten, das seine Mitgliedsgemeinden bei der Verkehrswende durch Seminare und Kooperationen unterstützt. Dieses Zukunftsnetz wird laut Faller auch das Erstellen des Langenfelder Mobilitätskonzepts fachlich begleiten: "Neben der Politik werden auch Bürger an diesem Prozess beteiligt." Faller betonte, dass dieses für das Verkehrsgeschehen im Stadtgebiet wegweisende Konzept "lebend ist und immer wieder offen für Veränderungen".

Dies sei auch sehr wichtig, unterstrich Tim Koesling (CDU) in der Ausschusssitzung. "Es muss zum Beispiel an neue Wohngebiete angepasst werden." Auch Johannes Spieth (Grüne) und Stephan Lauber (SPD) sprachen sich für dieses allumfassende und transparente Konzept aus, dessen Kosten laut Faller in etwa denen eines herkömmlichen Verkehrsentwicklungsplans entsprechen.

Quelle: RP
 
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