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Monheim
Monheims Musicalklasse probt für Debüt

Monheim. Die neue Formation der Musikschule führt im Herbst "Elavia" auf, eine ökologisch eingefärbte Fantasy-Geschichte. Von Sandra Grünwald

Im vorigen Jahr brachte die städtische Musikschule Monheim das Anti-CO-Pipeline-Musical "Rheinheim" auf die Bühne. "Das hat", schwärmt Musikschulleiter Georg Thomanek, "so viel Spaß gemacht". Vor allem den Schülern der Musikschule, die darauf weitermachen wollten. Wenn, dann aber richtig, dachte sich Thomanek: "Das macht nur Sinn, wenn wir eine richtige Ausbildung anbieten." So wurde Anfang dieses Jahres eine Musicalklasse eingerichtet. 2017 nun will sie ihre erste Inszenierung aufführen.

"Neben dem Gesangsunterricht haben die Schüler zusätzlich einmal im Monat Workshops in Tanz und Schauspiel", sagt der Schulleiter. Begleitet wird die Ausbildung von Monika Noltensmeier, von Tanzpädagogin Corinna Nasirat und den Gesangslehrern Viola Kerpa und Rabih Lahoud. "Dazu gehört natürlich auch, auf der Bühne zu stehen", betont Thomanek. Dazu hatte die Musicalklasse bereits kürzlich Gelegenheit: Bei einem "Musicalabend" zeigten die 17 Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren im Saal der Musik- und Kunstschule am Berliner Ring erste Früchte ihrer Ausbildung.

Doch das war erst der Anfang, denn schon laufen die Vorbereitungen für ein neues Musical, das im Herbst 2017 auf die Bühne gebracht werden soll. Hierzu hat die Musikschule auf das Team, das bereits "Rheinheim" inszenierte, zurückgegriffen. "Die Zusammenarbeit war so gut, deshalb haben wir es in derselben Konstellation auf den Weg gebracht", sagt Thomanek. Heißt: Die Musik und die Songtexte werden von Komponist Felix Janosa geschrieben. Für die übrigen Texte und die Regie ist wieder Monika Noltensmeier zuständig. "Wir wissen jetzt, mit wem wir arbeiten", freut sich Noltensmeier. So konnten besondere Talente - wie zum Beispiel Stelzenlaufen - in die Geschichte eingearbeitet und die Rollen den einzelnen Schülern quasi auf den Leib geschrieben werden.

"Elavia" heißt das neue Musical. "Es geht um eine Reise", verrät Monika Noltensmeier. "Gaukler kommen nach Elavia, in ein Land, das von einem dunklen Herrscher bedroht wird." Gemeinsam mit Waldgeistern wollen sie sich dem Feind entgegenstellen und treffen dabei auf allerlei seltsame Wesen. Es ist ein klassischer Fantasy-Stoff, jedoch mit Tiefgang, denn es schwingt nicht nur eine "Öko-Botschaft" mit, sondern es geht natürlich auch um Freundschaft und um das "Anderssein". "Die Gaukler kommen in ein fremdes Land und stoßen hier auf Vorurteile", sagt Noltensmeier. Gemäß dem Stoff wird "Elavia" kein Pauken- und Trompeten-Musical, ergänzt Felix Janosa. "Es wird sehr klassisch werden - mit einer zarten Besetzung. Eine eher durchkomponierte Geschichte." Die Musik wird von einem Lehrerensemble gespielt mit der Gewichtung auf leisere Instrumente. Eine erste Hörprobe des Komponisten wurde mit viel Begeisterung aufgenommen, erzählt Thomanek. "Es wird keine Katzen, keine Eisenbahn und keine Rollschuhe geben", sagt Janosa lachend. "Elavia" sei eine Mischung aus "Sommernachtstraum" und "Avatar".

Quelle: RP
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