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Langenfeld
Solinger Straße ist zehn Monate Baustelle

Langenfeld: Solinger Straße ist zehn Monate Baustelle
Hier startet der Umbau der Solinger Straße, erläuterten (v.l.) Ulrich Beul, Franz Frank, Denis Kynast und Frank Schneider. FOTO: Stephan Meisel
Langenfeld. In Langenfeld wird ab Montag die von täglich 20.000 Autos genutzte Straße ohne Sperrung umgebaut. Von Stephan Meisel

Diese neue Baustelle in der Innenstadt ist rekordverdächtig: Nicht nur, weil auf insgesamt 800 Meter Länge der Boden aufgerissen wird, sondern auch wegen der langen Vorgeschichte. "Schon 1986 gab es eine erste Planung für den Umbau der Solinger Straße zwischen Rathaus und Bahnunterführung", sagte gestern der städtische Verkehrsplaner Franz Frank. Satte 31 Jahre später soll das mit 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagte Bauvorhaben am kommenden Montag starten. Im September nächsten Jahres soll alles fertig sein. Laut Frank wird "unter laufendem Verkehr gearbeitet, also ohne Sperrung von Fahrstreifen".

"Endlich kann es losgehen", meinte Bürgermeister Frank Schneider beim Blick auf die bislang ziemlich schmucklose Einfallstraße. Es gibt dort kaum Bäume, die Fahrbahn ist überdimensioniert, der von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzte Bürgersteig ist an manchen Stellen viel zu eng und an Hofausfahrten zudem voller Gefahrenstellen für Radler. "Weil die A 542 zwischen Monheim-Süd und Immigrath endlich wieder befahrbar ist, können die Arbeiten nun starten."

Nach Franks Angaben werden die Bürgersteige entfernt, der zurzeit teils schmale Gehweg soll auf der ebenerdigen Verkehrsfläche im Schnitt zwei bis zweieinhalb Meter breit sein. Auf der Fahrbahn werden Schutzstreifen für Radfahrer angelegt, so dass künftig nur noch Kinder bis zehn Jahren auf der Fußgängerfläche radeln dürfen. Ohne Bordstein können Fußgänger auch abseits der unveränderten Ampelübergänge die Straßenseite wechseln. Bei der Awo-Begegnungsstätte und der Kneipe "Flohmarkt" werden als Querungshilfe zwei Verkehrsinseln gebaut. Die heute über der Straße hängende Beleuchtung wird laut Frank entfernt und durch 60 neue Laternen (LED) ersetzt. "Wenn da kein solcher Deckel mehr drüber ist, gibt das gleich ein ganz anderes Erscheinungsbild - so war das auch in Richrath." Die zurzeit vorhandenen 97 Längsparkplätze sollen um zehn verringert werden. Nach Angaben von Frank und seinem mit der Bauleitung betrauten Mitarbeiter Denis Kynast ist der Unterbau der Fahrbahn in Ordnung, so dass der zuständige Landesbetrieb Straßen-NRW nur die Deckschicht abfräsen und neu asphaltieren lässt. Dies geschehe in sechs Bauabschnitten jeweils dann, wenn der ebenerdige Fußweg neu gepflastert ist, so dass Autos und Fahrräder zunächst auf dem bisherigen Belag an der Baustelle vorbeirollen. Frank: "Läden und Häusereingänge werden immer erreichbar sein."

Ab Montag ist zunächst der Abschnitt zwischen der Rathauskreuzung Richrather Straße und der Bogenstraße an der Reihe. "Die Parkplätze sind dann nicht nutzbar und der Taxistand wird vorübergehend vors Rathaus in die ehemalige Busbucht verlegt." Im zweiten Bauabschnitt geht es danach weiter bis zur Lessingstraße, im dritten bis zur Abzweigung vor der Bahnunterführung, im vierten bis sechsten ist jeweils die Gegenrichtung dran.

Quelle: RP
 
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