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Lokalsport
Bei den Handballern wächst die Euphorie

Langenfeld. Der Oberligist SG Langenfeld zeigte beim 28:28 in Aldekerk erneut, dass er reif ist für den Kampf um die Meisterschaft. Das nächste Spitzenspiel steigt am Samstag gegen Mönchengladbach. Der Tabellenzweite hofft auf 500 Zuschauer. Von Michael Deutzmann

Es gab in dieser Saison mal eine Zeit, in der die Oberliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) und ihr Trainer Dennis Werkmeister an sich selbst zu zweifeln begannen. Besonders der November 2015 war geeignet, vieles in Frage zu stellen - mit dem 24:33 bei den Bergischen Panthern und dem 21:24 bei TuSEM Essen II. Das ist Schnee von gestern. Noch vor Weihnachten leitete die SGL die Wende ein, weil sie in der Meisterschaft drei glatte Siege feierte und auch das Finale des HVN-Pokals (Verbandsebene) gewann. Der Start ins neue Jahr brachte das glanzvolle 36:32 beim ART Düsseldorf und das mühevolle 27:23 über den VfB Homberg. Jetzt legte Langenfeld die bisher wertvollste Reifeprüfung ab, weil es im fünften Oberligajahr mit dem 28:28 zum ersten Mal etwas Zählbares beim TV Aldekerk holte. Es war ein Top-Spiel mit höchstem Unterhaltungswert - und der nächste Beweis dafür, dass die SGL derzeit als Meisterschafts-Kandidat gelten muss. Werkmeister und sein Aldekerker Trainer-Kollege Achim Schürmann waren sich hinterher einig: "Das war geil heute."

Die SGL will die wachsende Begeisterung unbedingt im Rest der Saison für sich nutzen. Das Thema 3. Liga gilt dabei immer noch ein bisschen als geheime Kommandosache und die Qualifikation für die neue Nordrheinliga unverändert als wichtigstes Saisonziel. "Wenn wir gegen Gladbach gewinnen, sage ich vielleicht etwas anderes", betont Werkmeister. Dass es am Samstag (17.30 Uhr) keine Garantie für einen Sieg des Zweiten gegen den Dritten Borussia Mönchengladbach gibt, ist dem SGL-Coach bewusst.

Die Partie bietet allerdings eine weitere Chance zur Eigenwerbung. Deshalb laufen hinter den Kulissen begleitende Maßnahmen. Das Motto: "1000 Arme für den Heimsieg." Dahinter verbirgt sich einmal der Optimismus, vielleicht doch zwei Punkte zu holen. Gleichzeitig geht es um eine zur Bedeutung des Spiels passende Kulisse - und Langenfeld hofft, rund 500 Zuschauer in die Halle zu locken.

"Wir arbeiten daran", sagt Abteilungsleiter Klaus Majeres, der sich unter anderem von Freikarten und Einladungen an Eltern oder Mitglieder anderer SGL-Abteilungen einiges verspricht. Das Thema Meisterschaft oder 3. Liga schiebt er eher etwas vor sich her: "Damit beschäftigen wir uns, wenn es so weit ist." Das könnte eventuell am Samstag gegen 19 Uhr oder ein paar Minuten später sein. Sicher ist immerhin, dass bei einem Erfolg über Mönchengladbach auch der 3. März ein besonderes Datum werden dürfte. Dann erwartet die SGL ja den Tabellenführer HSG Bergische Panther. Auf jeden Fall ist der triste November 2015 im Augenblick weit weg -als hätte es ihn nie gegeben.

Quelle: RP
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