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Lokalsport
FC Monheim nimmt die Favoritenrolle an

Moheim/Langenfeld. Der Auftakt im Lokalderby der Fußball-Bezirksliga gegen den SC Reusrath ist aber etwas Besonderes. Von Martin Römer

In der Abschlusstabelle der vergangenen Saison landete der SC Reusrath (SCR) am Ende vor dem Vierten FC Monheim (FCM). Die Reusrather schafften eine bravouröse Rückrunde und stürmten aus der Abstiegszone auf Platz drei. Dennoch geht der SCR am Sonntag (15 Uhr, Rheinstadion) am ersten Spieltag der neuen Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga als Außenseiter in die Partie beim FCM. Verantwortlich für die plötzlich eindeutige Rollenverteilung sind vor allem die Transferaktivitäten der beiden Kontrahenten. Während Reusrath aus finanziellen Gründen wichtige Kräfte wie Jens Weidenmüller (HSV Langenfeld), Malik Demba (Baumberg) oder Daniel Fischermann (Hilden 05/06) verlor, verstärkten die Monheimer den ohnehin gut besetzten Kader weiter.

Eray Bastas (VfB Solingen) soll nach seinen 32 Toren in der alten Saison den Angriff beleben. Mittelfeldakteur Patrick Becker gehörte bei den Sportfreunden Baumberg in der Oberliga zu den stabilsten Spielern. Außerdem kam Linksverteidiger Christoph Lang, auf den jetzt direkt ein ganz spezieller Einsatz wartet - weil er auf seinen alten Verein Reusrath trifft.

"Wir treten gleich zu Beginn gegen die Mannschaft an, die für fast alle der Topfavorit ist", erklärt Reusraths neuer Trainer Ralf Dietrich. Der Nachfolger von Udo Dornhaus musste die Lücken größtenteils mit Spielern aus der Reserve füllen, die er bisher selbst trainierte. Dies scheint dem 50-Jährigen gelungen zu sein, denn in der Vorbereitung verloren die Reusrather keinen Test und hinterließen selbst gegen höherklassige Gegner wie den Mittelrhein-Oberligisten VfL Leverkusen einen guten Eindruck (1:0). Auch deshalb erwartet Monheims Trainer Dennis Ruess eine schwierige Aufgabe: "Ich denke, das wird ein Spiel, in dem die Tagesform entscheidet."

Auf die gesamte Saison gesehen werden die Monheimer ihre Rolle als Topfavorit allerdings nicht wegschieben können. "Wir wissen, dass uns viele als großen Favoriten sehen, und diese Rolle nehmen wir mit der nötigen Demut an. Aber wir wissen sehr gut, dass das kein Selbstläufer wird. Wir nehmen jedes Spiel super ernst", erklärt Ruess. Klar: Am Ende Spielzeit will er in der Tabelle am liebsten gar keine Mannschaft vor dem FCM sehen.

Quelle: RP
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