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Finale: Handballer sind heiß auf den Sieg

Lokalsport: Finale: Handballer sind heiß auf den Sieg
Akrobatisch: Torhüter Tobias Geske weiß, dass die Langenfelder Handballer vermutlich viele außergewöhnliche Aktionen zeigen müssen. Auch auf den zuletzt sehr starken Torhüter kommt eine Menge Arbeit zu. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Oberligist SG Langenfeld tritt heute Abend zum Endspiel des HVN-Pokals beim Klassen-Konkurrenten Rheinhausen an. Ein Erfolg ist für Trainer Dennis Werkmeister und sein Team die Eintrittskarte für den Deutschen Amateur-Pokal. Von Michael Deutzmann

Ein Termin jagt den nächsten und Langeweile kommt gerade nicht auf beim Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL). Und das 34:28 (18:8) am Sonntagabend beim Nachbarn Bergischer HC II war bestens als Auflade-Station geeignet - für die Akkus, aus denen die Langenfelder jetzt schnell wieder viel Kraft ziehen müssen. Bereits heute Abend (20.15 Uhr) steht Langenfeld im Finale des HVN-Pokals (Verbandsebene). Gegner und Gastgeber ist der Klassen-Konkurrent SG OSC Wölfe Rheinhausen. Die Mannschaft von SGL-Trainer Dennis Werkmeister will alles für einen Sieg abrufen und damit den nach dem Oberliga-Aufstieg größten Handball-Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielen. "Wir sind heiß", bestätigt Torhüter Tobias Geske, der im Zusammenwirken mit der Abwehr ein wesentlicher Baustein für einen Triumph sein könnte.

Das Ergebnis in Solingen war für die SGL wichtig - zuerst optisch. Die beiden Punkte hievten Langenfeld mit 15:7 Zählern auf Platz drei. sodass der TV Aldekerk und die Bergischen Panther (jeweils 16:6) auf den Plätzen eins und zwei nur einen Hauch besser liegen. Außerdem wies Werkmeisters Team trotz personeller Probleme nach, dass es auswärts doch souverän und kompakt auftreten kann. Nach den Niederlagen bei Borussia Mönchengladbach (30:38), bei den Panthern (24:33) und bei TuSEM Essen (21:24) tat der Sieg auf jeden Fall doppelt gut. "Natürlich gibt uns das Ergebnis ein gutes Gefühl", betont Keeper Geske, "auf der anderen Seite fand ich die Diskussionen vorher auch ein bisschen zu hoch gehängt."

Werkmeister bescheinigte der SGL vor allem für die erste Halbzeit die Note eins: "Das war sensationell. Alles, was wir uns vorgenommen, hat geklappt. Ich bin total zufrieden." Hinten organisierte Andreas Nelte die Abwehr sehr stark und vorne fielen ebenfalls nahezu alle Puzzleteile an den richtigen Platz. Die Taktik, die Spielmacher André Eich und André Boelken von Beginn an gemeinsam aufs Feld zu bringen, zahlte sich erneut voll aus. In der Addition kamen die beiden Regisseure auf 15 Tore - und der bärenstarke Boelken traf sogar zweistellig. Ebenfalls bemerkenswert war die Quote von Tim Menzlaff, der für seine sieben Tore nur knapp 30 Minuten an Einsatzzeit benötigte.

Erstes Hürde heute wird bei einer ohnehin knapp bemessenen Vorbereitung die Anreise nach Duisburg durch den Berufsverkehr sein. Die zweite Hürde werden die Gastgeber mit ihrer starken Mannschaft - die als Achter (10:12 Punkte) ein Stück hinter den Erwartungen liegt. "Die gehören da nicht hin", findet Tobias Geske, der sich ganz gut ans Meisterschaftsspiel vom 17. Oktober erinnert: "Unser Sieg war zu hoch." Langenfeld setzte sich erst in der Endphase vom 22:20 (53.) bis zum 28:22 (12:12)-Endstand ab. "Das wird nicht noch einmal so einfach", vermutet Werkmeister. "Rheinhausen ist ein anderes Kaliber als Solingen", bestätigt Geske, "heute Abend gibt es keinen Favoriten." Beide sehen eine realistische Chance auf einen Sieg für die Langenfelder, können allerdings naturgemäß keine Garantie darauf abgeben. Hundertprozentig sicher ist allerdings, dass ihnen nicht langweilig wird.

SG Langenfeld: Geske, Riebau - Wolter (2), Preissegger (2), Menzlaff (7), Adams (2), Herff (2), Kniesche (2), Stolley (1), Eich (4), Boelken (11), Nelte (1), Kühl.

Quelle: RP
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