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Lokalsport
Handball: Langenfeld II strapaziert das Glück

Langenfeld. Der Verbandsligist rettete auf der Zielgeraden soeben noch ein 19:19 beim Vorletzten TuRa Altendorf. Von Moritz Löhr

Am Ende mussten die Handballer der SG Langenfeld II (SGL) sogar froh sein. Als nur noch wenige Minuten auf der Uhr standen, lag die Mannschaft von Trainer René Hosan schließlich beim Verbandsliga-Vorletzten SG TuRa Altendorf zwei Treffer zurück. Nur mit Glück kämpften sich die Gäste noch zu einem 19:19 (8:9)-Unentschieden, mit dem Langenfeld bestimmt ganz und gar nicht einverstanden gewesen wäre - wenn denn jemand vor der Partie am Sonntagabend etwas Ähnliches angeboten hätte.

Als aber die Schlusssirene ertönte, mussten die Langenfelder dann tatsächlich zufrieden sein, obwohl ihre Ansprüche in dieser Saison eigentlich deutlich höher liegen. Falls es damit klappen soll, bei den ersten drei Plätzen anzuklopfen, muss die SGL demnächst konstantere Ergebnisse liefern. Noch nie ließ das Team bisher nach einem Erfolg einen weiteren Sieg folgen - auch nicht in Essen gegen Altendorf.

"Wir standen uns praktisch selbst im Weg, weil wir den Gegner immer wieder zu Toren eingeladen haben", sagte Trainer Hosan verärgert, der insbesondere das Langenfelder Verhalten im Angriff kritisierte. Die SGL traf erstens selten ins Ziel und spielte dem Kontrahenten den Ball zweitens immer wieder in die Hände. Die Folge waren viele Tempogegenstöße, die der Außenseiter dankend annahm. Zehn seiner 19 Treffer erzielte Altendorf auf diese simple Weise und stand dadurch dicht vor einer Überraschung.

Bei diesen Werten wundert es kaum, dass der Coach mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft grundsätzlich gut leben konnte. Im ersten Abschnitt ließ die SGL schließlich nur drei Treffer aus dem Spiel heraus zu. Absetzen konnte sie sich trotzdem nicht, weil es vor dem gegnerischen Kasten immer wieder zu falschen Entscheidungen kam.

Auf die lange Verletztenliste wollte Hosan das Scheitern nicht schieben. In Francesco De Mieri (private Gründe), Sven Kniesche (Erkältung) sowie Christian Pake und Steffen Hambrock (beide Fußverletzung) fielen immerhin mehrere Stammkräfte aus. Der SGL-Coach stellte unmissverständlich klar, wie er die Partie einschätzte: "Unsere Leistung ist Ursache für das Ergebnis. Nicht unser Kader." Keeper Jannik Müller hielt Langenfeld durch seine vielen Paraden immer wieder im Spiel - sonst hätte es sogar ganz sicher eine Niederlage gegeben.

Am Samstag (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) trifft der mit 7:5 Zählern ausgestattete Sechste Langenfeld im Mittelfeldduell auf den Achten HSV Dümpten (6:6). Das Spiel ist zugleich ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, denn beim Gegner sitzt in Ronny Lasch ein ehemaliger Langenfelder auf der Bank. Hosan ist etwas anderes sehr viel wichtiger: "Gegen Dümpten müssen wir Wiedergutmachung betreiben."

SG Langenfeld II: Müller, Motz - Schulz (2), Guggenmos (1/1), Schweden (2), Wiebenga (5), Schlossmacher (1), Fischer (5/2), Ißling (3), Raschke, Klaudius.

Quelle: RP
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