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Langenfeld
Vertontes Märchen über Aschenbrödel

Langenfeld: Vertontes Märchen über Aschenbrödel
Sandor Pergel, Fachbereichsleiter für Streicher, führt Greta Kaufmann beim Musikschultag das Cello vor. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Beim Musikschultag wurde als Beitrag zum Kroatienjahr ein Märchen erzählt. Die Besucher konnten viele Instrumente ausprobieren. Von Daniel Gehrmann

Mit einem kroatischen Märchen eröffneten das Orff-Ensemble "Die bunten Töne", der Blockflötenkreis und das Renaissance-Ensemble den diesjährigen Musikschultag in Langenfeld. Die Geschichte "Die Vilen weiden ihre Pferde in der Hirse" nahm die Zuhörer im Flügelsaal mit auf eine knapp halbstündige Reise in die Welt der Feen. Anschließend konnten die Familien in den Räumen der Musikschule im Keller des Kulturzentrums verschiedene Instrumente kennenlernen, die die Kinder gleich ausprobieren konnten.

"Vilen sind Feen oder Zauberinnen", erklärte Nelly Niklas dem Publikum. Niklas unterrichtet Blockflöte, ihre Kollegin Felicitas Schulte leitet den Elementarbereich und lehrt Klavier. Gemeinsam haben die beiden Musikschullehrerinnen innerhalb eines Dreivierteljahres das Stück vorbereitet. Passend zum EU-Land, das in diesem Jahr in Langenfeld im Mittelpunkt steht, wählten sie im Frühjahr ein Märchen und Musik aus Kroatien.

Im Mittelpunkt steht der jüngste von drei Söhnen, dessen Schicksal stark an das von Aschenbrödel erinnert: Auch er wird von den älteren Geschwistern schlecht behandelt und muss in der Asche des Herdes sitzen. Mit Hilfe dreier Feen gelingt es ihm, auf deren Zauberpferden durch die Lüfte zum Kaiserpalast zu reiten, im Fluge einen Apfel vom Dach des Palastes zu holen und so die Prinzessin für sich zu gewinnen.

Für die Aufführung, bei der die Geschichte mit vielen musikalischen Einlagen erzählt wurde, hatten die Kinder bei einem Probenwochenende bunte Bilder zur Handlung gemalt, die mit einem Beamer an die Wand geworfen wurden. So konnten Kinder und Erwachsene im Publikum gleich eine Reihe von Instrumenten kennenlernen, für die sie an der Musikschule Unterricht nehmen können.

Die schön gesetzten Stücke, von einem Kinderchor begleitet und mit Tanzeinlagen von Mitgliedern aus Orff-Ensemble und Blockflötenkreis, spielten die kleinen und großen Musiker unter der Leitung von Schulte sehr sauber und sicher. Das machte viel Lust zum Mitmachen und zeigte den interessierten Kindern im Publikum gleich, wie weit man es bringen kann. Erstklässler, 13-Jährige und Erwachsene spielten hier sehr harmonisch zusammen und bekamen viel verdienten Applaus. Später sorgte dann noch Klaus Röder mit dem Folk-Ensemble im Saal für Stimmung.

In den Räumen der Musikschule drängten sich dann viele junge Familien neugierig um die Instrumente, von denen 18 verschiedene vorgestellt wurden. Unter der Anleitung von Sandor Pergel, Fachbereichsleiter für Streicher, Leiter des Musikschüler-Ensembles "Cello Proms" und Cello-Lehrer, probierte die fünfjährige Greta Kaufmann gleich einmal das Cello aus. Mutter Nadine (38) war mit der Tochter auf Anregung ihrer Schwiegermutter Bettina Kaufmann gekommen, die als Honorarkraft Violine lehrt.

Einige Türen weiter erklärte Ralf Müller, einer von vier Schlagzeuglehrern, die verschiedenen Trommeln und Becken. Obwohl die Jungen unter den Zuhörern deutlich in der Überzahl waren, interessierten sich immerhin auch zwei Mädchen dafür.

Quelle: RP
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