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Kreis Mettmann
Wirtschaftsjunioren diskutieren über die Region 2025

Kreis Mettmann. Wie sich die Digitalisierung auf Innenstädte und die heimische Wirtschaft auswirkt, war Thema eines Podiumsgesprächs.

Vor mehr als 70 Gästen der Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg haben jetzt unter anderen IHK-Geschäftsführer Ulrich Biedendorf sowie die Wirtschaftsjunioren Felix Kaiser (Kaiser Werkzeugbau Velbert) und Tim Kartheuser (Kartheuser Immobilien Velbert/Ratingen) darüber diskutiert, wie die Region im Jahr 2025 aussehen wird. Neben der Einzelhandelssituation spielte auch die Gestaltung der Innenstädte als Grundlage für Aufenthaltsqualität eine Rolle. "Stationärer Einzelhandel hat sich immer schon durch Beweglichkeit ausgezeichnet", sagte IHK-Mann Biedendorf. "Er wurde schon oft totgesagt in den vergangenen Jahrzehnten und hat doch immer überlebt. Er wird auch den Online-Trend überstehen." Es gehe aber darum, dass die Innenstädte sich den Veränderungen stellen und ihrer Rolle als Orte der Begegnung bewusst bleiben. "Wir haben gute Voraussetzungen, die Wahrnehmung der Innenstadt als wertvollen Aufenthaltsort zu stärken - mit moderaten Immobilienpreisen mitten zwischen den Metropolregionen", ist auch Wirtschaftsjunior Kartheuser überzeugt.

Zuvor sprachen die Teilnehmer auf dem Podium über Chancen und Gefahren der Digitalisierung in der Industrie. Dabei waren sich alle einig, dass die großen Unternehmen der Region bereits gut aufgestellt sind und bisherige Herausforderungen, beispielsweise den Wandel vom mechanischen Schlüssel zum Chip, gemeistert haben. Allerdings sei die Frage, wo die Produktion in Zukunft stattfindet. Durch zunehmende Digitalisierung der Produktionsprozesse werde es einfacher, Produkte dort herzustellen, wo sie gebraucht werden. "Die Notwendigkeit langer Transportwege und der Produktion in fernen Ländern wird dadurch minimiert", meinte Biedendorf. Aus der Praxis wusste Wirtschaftsjunior Kaiser zu berichten, dass "die Digitalisierung auch uns als kleinen Produktionsbetrieb mit voller Wucht getroffen hat." Papierplänen seien inzwischen komplett durch digitale Technik ersetzt, und der Weg werde auch noch weiter gehen. "Es wird immer wichtiger, Maschinen und Produktionsprozesse lückenlos zu überwachen und mit dem Smartphone den Status abfragen zu können."

(stemü)
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