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Leichlingen
DLRG Leichlingen hilft Flüchtlingen in Köln

Leichlingen: DLRG Leichlingen hilft Flüchtlingen in Köln
Rund 850 Betten warteten im Bunkerstollen nähe des Saarbrücker Hauptbahnhofs auf die Abholung. Der Stollen wurde noch vor dem ersten Weltkrieg errichtet. FOTO: DLRG
Leichlingen. Am vergangenen Wochenende halfen 30 Freiwillige, darunter drei Leichlinger, Betten für ein Kölner Flüchtlingslager aus dem Saarland abzuholen.

Vor einer Woche erhielt die DLRG Leichlingen über den DLRG-Landesverband Nordrhein nach eigenen Angaben die Anfrage, ob sie Personal zwecks Abholung von Stockbetten in Saarbrücken zur Errichtung eines Flüchtlingslagers in Köln zur Verfügung stellen kann. Dies hatte die Bezirksregierung angefragt, da dort dringend stabile Betten für Flüchtlingsunterkünfte benötigt werden. Nachdem sich rund 30 freiwillige Helfer aus dem Oberbergischen- und dem Rheinisch-Bergischen Kreis, sowie dem Bezirk Köln gemeldet hatten, ging es am vergangenen Samstag um 6 Uhr von Köln mit acht DLRG-Fahrzeugen im Konvoi nach Saarbrücken. Aus der Ortsgruppe Leichlingen fuhren als Helfer Swen-Torben Schruhl als Helfer, Johannes Thönes als Kraftfahrer und Christof Schmitz als Zugführer mit.

Nach etwa fünf Stunden Anfahrt erreichten die Helfer das Gelände der Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Dort erfolgte eine Einteilung der Kräfte, welche anschließend zu dem Bunkerstollen nahe des Hauptbahnhofes gefahren wurden. Der Bunkerstollen - mit über 2,8 Kilometern Länge und einer Breite von etwa 2,5 Metern - stammt noch aus Zeiten vor dem ersten Weltkrieg, welcher aber in beiden Weltkriegen als Bunker für bis zu 5000 Personen genutzt wurde. Diesen hatte der Bund zum Ende des kalten Krieges neu mit Stockbetten bestückt, welche er nun dem Land überlässt.

Mit einem Konvoi aus acht DLRG-Fahrzeugen machten sich 30 Freiwillige am vergangenen Samstag auf den Weg ins Saarland.

Da bereits ein Teil der rund 850 Betten durch Kräfte der Feuerwehr und des DRK in dem ehemaligen Bunker verladebereit zerlegt worden war, wurden die restlichen Betten durch Personal von DLRG, DRK und Feuerwehr weiter abgebaut und nach oben zu Fahrzeugen gebracht. Um sich vor Staub und Schmutz zu schützen, wurde in Ganzkörperanzügen und Masken gearbeitet, welche von der Feuerwehr zur Verfügung gestellt wurden.

In Köln werden die Betten bis auf weiteres zwischengelagert, vom Schimmel gereinigt und mit Matratzen belegt, bis diese in Köln für Flüchtlinge in einer provisorischen Zeltstadt aufgebaut werden können. Später sollen die Zelte durch Wohncontainer ersetzt werden.

Quelle: RP
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