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Leichlingen
Leichlinger Clemen rüstet Steppendorf mit Technik aus

Leichlingen: Leichlinger Clemen rüstet Steppendorf mit Technik aus
FOTO: Clemen
Leichlingen. Geschäftsmann Stefan Clemen leistet Entwicklungshilfe in Afrika. Von Ina Bodenröder

Emboreet ist ein einsames Dorf mitten in der Massai-Steppe im Norden des ostafrikanischen Landes Tansanias. Die Menschen wohnen dort überwiegend in Lehmhütten, tragen täglich ihr Trinkwasser aus zehn Kilometern zu Fuß heran und leben von der Viehhaltung. Trotzdem hat der kleine Ort Zukunft: Denn er besitzt eine Schule, ein Internat und seit kurzem auch eine 800 Quadratmeter große Multifunktionshalle für die Mensa und Versammlungen. Der Leichlinger Stefan Clemen war im September vor Ort und hat die Halle mit Ton- und Videotechnik ausgerüstet. "upendo", Verein zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika, hatte ihn für die ehrenamtliche Arbeit gewonnen, allen voran der Leichlinger Dr. Fred Heimbach. Schon im März war das ganze Material in Containern nach Afrika verschifft worden, jetzt konnte es installiert werden. Bei der Gelegenheit haben Clemen und sein Sohn Matthias die Menschen vor Ort in die Technik eingewiesen und eine Servicekraft angelernt. "upendo bietet Hilfe zur Selbsthilfe, und dabei ist Bildung ein ganz wesentliches Thema", erzählte er jetzt nach seiner Rückkehr aus Tansania.

Der Verein unterstütze deshalb unter anderem den Bau von Schulen. Die Halle werde nicht nur für Versammlungen und als Mensa genutzt, sondern auch für Unterricht und Vorträge, sagte der Leichlinger. Die technische Ausstattung bezahlt der Verein aus Spendengeldern, seine Arbeitskraft hat er kostenlos zur Verfügung gestellt. Begeistert habe ihn bei seiner bereits zweiten Reise in das ostafrikanische Land vor allem die Wissbegierigkeit und das Interesse der Menschen, "aber auch die Freundlichkeit, Dankbarkeit, Herzlichkeit und das permanente Lächeln", erinnerte sich Stefan Clemen.

Stefan Clemen hat jetzt die neue Versammlungshalle in Tansania mit Ton- und Video-Technik ausgestattet. FOTO: Stefan Clemen

Seine persönlichen Beweggründe, die Reise ins rund 7000 Kilometer entfernte Tansania auf sich zu nehmen, sind dabei rein idealistisch: "Es ist die Erkenntnis, dass es uns in Deutschland ziemlich gut geht und der Wunsch, etwas abzugeben und zu helfen", sagte er. Ein weiteres Projekt steht derweil schon an. "Als nächstes geht es darum, dass die Massai auch am internationalen Leben teilnehmen, und zwar über das Internet", berichtete Clemen. Über Mobilfunk habe man in Emboreet bereits damit begonnen, und es funktioniere auch mitten in der Steppe tatsächlich. "Ziel ist es, einer breiteren Bevölkerung Wissen zu vermitteln und aus dem Analphabetismus herauszuhelfen", sagte der Leichlinger. Wer sich daran beteiligen möchte, hat mit Dr. Fred Heimbach und dem Verein upendo einen wichtigen Ansprechpartner. Er ist per E-Mail an die Adresse fred.heimbach@t-online.de zu erreichen.

Quelle: RP
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