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Leverkusen
1500 Raststätten-Gegner bei Raddemo erwartet

Leverkusen: 1500 Raststätten-Gegner bei Raddemo erwartet
Vor fünf Jahren hatten schon einmal rund 1200 Raststättengegner in einer Menschenkette (hier am Fester Weg) gegen die Pläne protestiert. FOTO: UM (Archiv)
Leverkusen. "Es klappt, es ist angerichtet. Wir gehen von einer vollen Demo aus und einer geschlossenen Menschenkette mit Fahrrädern. Es kommen natürlich auch welche ohne Fahrrad. Die Resonanz ist überwältigend. Die Arbeit dadurch auch." Das schrieb Peter Westmeier von der Initiative "Lev kontra Raststätte" gestern, zwei Tage vor dem Ereignis, das Eindruck machen soll auf die Planer, die im Bereich Leverkusen an der A1 zwei Standorte für eine Autobahnraststätte auserkoren haben. In Leverkusen wehrt man sich - zum zweiten Mal in den vergangenen Jahren - mit Händen und Füßen dagegen. Im wahren Wortsinn. Denn morgen, 14 Uhr, werden bis zu 1500 Teilnehmer "konservativ gerechnet" zur Fahrraddemonstration erwartet. Von Ludmilla Hauser

"Durch Mundpropaganda waren die Bürger teilweise schon informiert und für die Teilnahme in Gruppen organisiert, bevor die Flyer im Briefkasten waren", meldete Westmeier. Er freut sich besonders über zwei Dinge: "Der Zeitpunkt der Bürgerversammlung vorige Woche und der Demo morgen passen hervorragend", denn am kommenden Mittwoch im Projektbeirat wird Westmeier auch Ministerialrat Michael Heinze vom Landesverkehrsministerium treffen und ihm "zeitnah und persönlich die Berichte einer erfolgreichen Demo überreichen".

Zu der wird einer nicht kommen: SPD-Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach ist auf Vortragsreise und schafft den Termin morgen nicht. Dafür wird Oberbürgermeister Uwe Richrath mit Westmeier den Startschuss zur geplanten Klingelaktion gegen 14.30 Uhr geben. "Damit es bei den Verantwortlichen endlich klingelt", heißt der markige Satz der Initiative dazu. Neben Richrath schwingen sich laut "Lev Kontra Raststätte" Politiker aus der Stadt aufs Rad: Die Ratsvertreter Thomas Eimermacher, Bernhard Marewski (beide CDU) und Roswitha Arnold (Grüne) nehmen unter anderem teil.

Bei der Protestaktion sollen beide ins Auge gefassten Standorte, das sind Lützenkirchen und Steinbüchel, durch die Menschen-Fahrrad-Kette verbunden werden. Sie soll sich von der Straße Blankenburg über den Zehntenweg und die Bruchhauser Straße bis zum Hufer- und Fester Weg erstrecken. "Wir schaffen hoffentlich an die zwei Kilometer", merkt Peter Westmeier an. Platz, so schätzt er, gibt es für Spätentschlossene vor allem noch am Übergang der Theodor-Gierath-Straße/Zehntenweg.

Wer mitmachen möchte, sollte sich anmelden (info@lev-kontra-raststaette.de), bittet Westmeier. Infos: www.lev-kontra-raststaette.de

Quelle: RP
 
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