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Leverkusen
A1-Brücke: Bürgerliste und Grüne kämpfen gegen Pläne

Leverkusen. Der Widerstand gegen die A1-Ausbau-Pläne summiert sich: Jetzt hat die Grüne-Ratfraktion die Kollegen der Landtags- und der Bundestagsfraktion um Hilfe gebeten. "Keine zwölfspurige Autobahnbrücke über den Rhein", schreibt Fraktionschefin Roswitha Arnold. Die marode, sechsspurige Brücke soll nach den Plänen von Straßen NRW durch ein zwölfspuriges Bauwerk ersetzt werden. Die für 2030 prognostizierten zusätzlichen Rheinquerungsverkehre in NRW würden damit nur über das Leverkusener Stadtgebiet abgewickelt, kritisieren die Grünen. Sie befürchten eine gigantische Baustelle, die wie "Stuttgart 21" planerisch nicht beherrschbar sein könnte. Zudem seien mit dieser Erweiterung "massive, völlig unwägbare Einschnitte in die sanierte Giftmülldeponie verbunden". Die Grünen in Bund und Land sollen sich für einen abgespeckten Brückenausbau einsetzen, bittet Arnold.

Auch die Bürgerliste wirbt für eine abgespeckte Version. Sie hat einen Fachmann geholt, Gutachter Helmut Hesse aus Hannover, der gestern die eingebrachten Einwände gegen die Pläne von Straßen.NRW vortrug. Hesse hält einen Eingriff in die Deponie für unverantwortlich: "Irgendetwas von den Giftstoffen würde bei den Arbeiten definitiv nach außen getragen." Eine Baustelle lasse sich nicht hermetisch abriegeln. Eine sinnvolle Alternative sei die von der Bürgerliste befürwortete Kombilösung, bei der der Durchgangsverkehr durch zwei je zweispurige Tunnel geführt werde. Der "Spaghettiknoten" könnte für den Regionalverkehr bleiben. "Diese Lösung wäre günstiger und auch schneller umzusetzen", sagt Hesse.

(LH/sug)
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