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Leverkusen
A1-Diskussion: Initiativen fordern vehement den Tunnel

Leverkusen. Die Sanierung der Autobahnen rund um Leverkusen ist ebenso ein Dauer- wie ein Aufreger-Thema. Die Verantwortlichen haben erkannt, dass sie die Leverkusener Bürger rechtzeitig mit ins Boot nehmen müssen, damit alles nicht durch endlose Einsprüche in die Länge gezogen wird. Bekanntlich muss die Leverkusener Rheinbrücke jetzt so schnell wie möglich erneuert werden, bevor der Verkehr völlig kollabiert. Von Siegfried Grass

Das ist Abschnitt eins des gesamten Projekts der Autobahn-Erneuerung in Leverkusen. Abschnitt zwei umfasst die A1, den Bereich etwa von der Dhünn bis zum Leverkusener Autobahnkreuz. Und auch Abschnitt drei, die Erneuerung der A3 von den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum bis Opladen steht auch noch an.

Baudezernentin Andrea Deppe hatte zu dem Themenkomplex zum zweiten "Rote-Couch-Gespräch" eingeladen. Rund 20 Zuhörer kamen. Da alles noch tief in der Planungsphase steckt, widmeten sich die Teilnehmer auf der "Roten Couch" erst einmal dem Thema Machbarkeitsstudien. Was es damit auf sich hat, erläutere Prof. Markus Oeser, Leiter des Lehrstuhls für Straßenwesen und Direktor des Instituts für Straßenwesen der RWTH Aachen. Dabei machte Prof. Oeser eine interessante Bemerkung zur Kosten- und Nutzenrechnung: "Letztlich wird alles monetär aufgerechnet." Wobei auch weniger quantifizierbare Kriterien wie Umwelt- und Naturschutz und die Belange der Bewohner "berechnet" würden.

Dabei unterstrich Peter Westmeier, der für die Leverkusener Bürgerinitiativen für Verkehrsplanung sprach, noch einmal die Ansicht der Leverkusener, dass Abschnitt zwei der A1 nur eine Tunnellösung sein könne: "Das ist die einzig mögliche Variante. Da ziehen in Leverkusen inzwischen alle an einem Strang. Alles andere wird nicht akzeptiert," sagte er. Eine Tunnellösung würde auch Christoph Jansen, Projektleiter bei Straßen.NRW, gerne verwirklichen, wenngleich er sich vorsichtig äußerte. "Alles muss auch machbar bleiben, nicht zuletzt auch finanzierbar." In seinem Schlusswort kam das zum Ausdruck: "Ich wünsche mir letztlich eine Lösung, die die Zustimmung aller Leverkusener und der Geldgeber findet," sagte Jansen.

Die Machbarkeitsstudie, die derzeit erstellt werde, prüfe alle Varianten für den Abschnitt zwei vor allem mit belastbaren Zahlen, führte Jansen aus. Er machte den Besuchern des Abends deutlich: "Es gibt noch keine Vorzugsvariante."

Neue Erkenntnisse gewannen die Besucher beim zweiten Abend mit dem "roten Sofa" aber nicht.

Quelle: RP
 
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