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Leverkusen
Ausschuss gibt grünes Licht für Supermarkt an Reuterstraße

Leverkusen. Lange hat die Politik über die Ansiedlung eines Rewe-Supermarktes mit 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche an der Schlebuscher Reuterstraße gerungen. Jetzt gab der Bau- und Planungsausschuss mehrheitlich grünes Licht, so dass einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung nichts mehr im Wege steht. Von Monika Klein

In dieser Phase könnten dann noch alle offenen Punkte, wie zum Beispiel die noch umstrittene Verkehrsführung, geklärt werden, gab Roswitha Arnold (Grüne) zu Protokoll.

Einen Gegenantrag von Bernhard Marewski (CDU), der sich wegen des hohen Wohnungsbedarfs für Geschosswohnungsbau statt Einzelhandel an dieser Stelle aussprach, unterstützten am Ende nicht mal die eigenen Fraktionskollegen. Marewski sieht durch die Zufahrt zum Supermarkt vor allem neue Gefahren auf die Schulkinder zukommen, die dort täglich auf dem Weg zur und von der KGS Johannes-Dott-Schule vorbeikommen. Außerdem befürchtet er Probleme für die Geschäfte in Schlebusch-Mitte und in der Waldsiedlung. "Volles Rohr Verkehr auf dem südlichen Zuweg der Grundschulkinder zur Thomas-Morus-Grundschule? Das ist verantwortungslos!", machte sich Bernhard Marewski am Tag nach der Bauausschusssitzung (dort ist er nicht Mitglied) im sozialen Netzwerk Facebook Luft. Er vermisse auch mehr Engagement von Schlebuscher Geschäftsleuten und Eltern in der Sache, klagte er.

CDU-Rathsherr Frank Schönberger forderte in der Sitzung, dass keine Flächen für Parkplätze verschwendet werden dürften. Bedingung sei eine Tiefgarage unter dem Supermarkt. Außerdem müsse im Zuge der Baumaßnahmen die Verkehrssituation an der Reuterstraße insgesamt betrachtet werden. Die Rewe-Group plant seit 2011 die Ansiedlung eines Supermarktes in Schlebusch und hat bereits Grundstücksverträge mit privaten Eigentümern im Bereich Reuterstraße geschlossen. Inzwischen wurden Gutachten zu Bodenqualität, Grüngestaltung, Verkehrsbelange und Kanalisierung eingeholt und die Verträglichkeit für den bestehenden Einzelhandel geprüft. Die Verwaltung sieht alle Bedenken ausgeräumt. Auch mit der Thomas-Morus-Schule, die ihren Schulgarten für das Bauprojekt Supermarkt samt Backshop, Imbiss und saisonaler Außenverkaufsfläche abgibt, wurde eine Lösung gefunden.

Als Entschädigung übernimmt die Rewe-Group die "gestalterische Aufwertung des Schulgeländes" und auch den Ausbau eines neuen Seitenastes der Reuterstraße mit Wendeanlage, der später auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Quelle: RP
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