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Leverkusen/ Köln
Bistum stellt Ausbildungsplatz für Flüchtlinge

Kölner Dom: Das Glockenläuten zum Gedenken an die Flüchtlinge.
Leverkusen/ Köln. Um die Flüchtlinge besser zu integrieren und ihnen eine Zukunft in der neuen Heimat zu ermöglichen, bietet das Erzbistum Köln jetzt auch für Bewerber aus Leverkusen einen Ausbildungsplatz an. Von Gundhild Tillmanns

Die Stadt Leverkusen sucht jetzt mit einer öffentlichen Ausschreibung Sicherheitskräfte für die Flüchtlingsunterkünfte in den Stadtbezirken I bis III, die zunächst für zwei Jahre eingestellt werden sollen. Ab 1. Oktober sollen die bis dahin ausgewählten Sicherheitsdienstleister tätig werden, wobei die Verträge für maximal fünf Jahre abgeschlossen werden sollen.

Den Personalschlüssel für die erforderlichen Sicherheitskräfte bemisst die Stadtverwaltung nach der Belegung der Flüchtlingsunterkünfte. Für jede Unterkunft soll es einen verantwortlichen Betreuer geben als Ansprechpartner auch bei Konflikten nach innen und außen sowie für den Sicherheitsdienst. Der Sicherheitsdienst soll den Leiter der Unterkunft, den Hausmeister und die dort tätigen Sozialarbeiter unterstützen und den Brandschutz verantworten. Nachts und wenn kein Hausmeister vor Ort ist, muss sich der Sicherheitsdienst auch um Neuaufnahmen kümmern und natürlich um alle Fragen der inneren und äußeren Sicherheit des Flüchtlingsquartiers.

In Zahlen: Flüchtlinge pro Stadt FOTO: RP

In der Gemeinschaftsunterkunft an der Sandstraße sind drei Stellen für einen 24-Stunden-Sicherheitsdienst vorgesehen. Bei Unterkünften zwischen 80 und 100 Asylbewerbern sollen zwei bis drei Sicherheitsleute bei mehrgeschossigen Bauten eingestellt, bei bis zu 79-Personen-Unterkünften zwei Security-Stellen besetzt werden. Gemeinschaftsunterkünfte mit bis zu 55 Plätzen haben einen Stellenschlüssel von 1,5.

Aktuell sind die Unterkünfte Sandstraße mit etwa 400 Flüchtlingen, Hermann-Löns- und Bebelstraße mit jeweils etwa 30, Manforter Straße mit etwa 45, Herderstraße 60, Im Bühl, Federstraße, Fester Weg mit jeweils etwa 90 Belegungen geplant. In der Schule und Turnhalle an der Görresstraße sind mit dem vorübergehenden Landeskontingent von 75 Flüchtlingen zur Zeit 147 Personen untergebracht. In Rheindorf und Steinbüchel kommen im Herbst weitere Unterkünfte hinzu.

Erstaufnahmestellen: Hier kommen  Flüchtlinge als erstes an

Um die Flüchtlinge besser zu integrieren und ihnen eine Zukunft in der neuen Heimat zu ermöglichen, bietet das Erzbistum Köln jetzt auch für Bewerber aus Leverkusen einen Ausbildungsplatz an. Junge Menschen mit Flüchtlingsstatus können sich jetzt noch für einen Ausbildungsplatz als Kauffrau oder Kaufmann für Büromanagement mit Beginn 1. September bewerben. Bis einschließlich Freitag ist dies noch möglich. Für eine Berufsausbildung können junge Flüchtlinge eine Duldung erhalten oder eine bestehende Duldung verlängern: Darauf weist das Erzbistum hin und bezieht sich auf einen Runderlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW. Diese Regelung gelte für Einzelfälle unter Angaben von persönlichen Gründen. Und eine Berufsausbildung zähle als Begründung für eine Duldung, heißt es vom Erzbistum Köln.

Informationen zum Ausbildungsplatz: www.aktion-neue-nachbarn.de oder Tel. 0221 1642 1844 beim Koordinator für Flüchtlingshilfe, Klaus Hagedorn.

Übersicht: So viele Flüchtlinge mussten Städte aufnehmen
Quelle: RP
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