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Unternehmerporträt
Forellental - Heimat für 200.000 Fische

Zu Gast beim Forellenzüchter
Leverkusen. Andreas Fischer ist Fischunternehmer und züchtet Forellen im Forellental. In diesem Monat hat er besonders viel zu tun, denn Fisch ist in der Weihnachtszeit ein traditionelles Gericht - gebraten, mariniert oder auch geräuchert. Von Simon Janssen

Andreas Fischer hat Arbeits satt in diesen Tagen. Fangen, filetieren, räuchern. Im Abstand von wenigen Minuten klingelt das Telefon. Weihnachtszeit ist für viele Familien Fischzeit - und das spürt der 36-Jährige an seinem Tagesprogramm. "Der Dezember ist mit Abstand der umsatzstärkste Monat für uns", sagt der Forellenzüchter mit dem passenden Nachnamen, dem er ausschließlich Positives abgewinnt. "Ist doch eine super Werbung", sagt der Leverkusener, der im Forellental (unterhalb der Schönen Aussicht) ein 8000 Quadratmeter großes Paradies für Fischliebhaber pflegt.

1937 kaufte seine Großmutter Elisabeth das Grundstück. "Damals lief die Forellenzucht nur nebenbei", sagt Fischer. Heute tummeln sich die Tiere tonnenweise in den zwölf Becken. Fisch ist für Andreas Fischer seit 2001 Hauptberuf. Neben Forellen und Lachsforellen bietet der 36-Jährige Bachsaiblinge, Karpfen und Aal an. "Die geräucherte Variante ist besonders beliebt", sagt der Vater von zwei Kindern. Zuvor wird der Fisch in einer Marinade eingelegt, verkauft wird er entweder ganz oder küchenfertig filetiert.

Kunden, die für das Weihnachtsfest ein traditionelles Fischessen planen, rät er die schuppigen Tiere möglichst kurz vor der Zubereitung zu kaufen. Je frischer desto besser, lautet die Devise. Es sei jedoch kein Problem, die Waren ein bis zwei Tage abgedeckt im Kühlschrank zu lagern. Eingefroren halte sich der Fisch sogar sechs bis acht Wochen. "So machen es sehr viele, dann haben sie länger etwas davon", sagt Andreas Fischer. Die Becken, in denen sich zwischen 150.000 und 200.000 Fische tummeln, sind umzäunt, damit niemand auf die Idee kommt, sich ein kostenloses Weihnachtsessen zu stibitzen. "Mit Dieben hatte ich noch keine Probleme", sagt Fischer, der zugibt, keinen Karpfen zu mögen. Er kauft diesen Fisch für den Verkauf im Dezember hinzu. Dafür schmecke ihm der Klassiker "Forelle Müllerin Art" (siehe nebenstehendes Rezept) vorzüglich. Besonders profitiere er im Forellental von der Lage. "Eine so zentral gelegene Forellenzucht ist selten. Die meisten liegen doch mitten in der Pampa", sagt Fischer lachend.

Preise Eine Forelle kostet im Schnitt rund drei Euro (geräuchert vier bis fünf Euro), Karpfen kostet rund 7,50 Euro pro Kilo.

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Quelle: RP
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