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Leverkusen
Hitdorf: Sicherheitszaun vor rostender Reling

Leverkusen: Hitdorf: Sicherheitszaun vor rostender Reling
Rost soweit das Auge reicht: Teils baumeln marode Geländerelemente nur noch am durchgeführten Kabel über dem Abgrund - hier geht's rund zehn Meter runter bis zum Hafenbecken. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das Geländer der Kaimauer ist in desolatem Zustand und wird nun eingezäunt. Auch die Mauer hat Sanierungsbedarf. Von Ludmilla Hauser

Der Bund, das Land, der Autobahnbetrieb Straßen.NRW: Was wurde aus Leverkusen auf die Drei geschimpft - wegen der der maroden A1-Rheinbrücke. Kernvorwurf: Man habe zu lange nur untätig zugesehen und die Brücke vor sich hin verfallen lassen.

Jetzt müsste sich die Stadt in puncto "offenbar zu lange untätig zugesehen" an die eigene Nase fassen. Denn nächste Woche bauen die städtischen Technischen Betrieb (TBL) "zur Wahrung der Verkehrssicherheit im Bereich des Hafengeländes in Hitdorf" um das Geländer auf der Kaimauer eine Absperrung. Die blaue Reling weise "unter anderem" altersbedingte Korrosionsschäden auf, teilte die Stadt gestern Nachmittag mit. Vor Ort offenbart ein Blick aufs Geländer dicke Roststellen und mehr. Nämlich auch, dass das Geländer in Teilen komplett durchgerostet ist und einzelne Geländerelemente nur noch lose an einem durchgeführten Kabel über der Steganlage im Hafenbecken baumeln. Der Zugang für Bootseigner zu den Stegen soll aber trotz des Absperrzauns, der ab Montag parallel zum Kaimauer-Geländer entsteht, gewährleistet bleiben, meldete die Stadt weiter. An anderer Stelle gibt bereits fehlendes Metall die Sicht ins rostrote Geländerinnenleben frei. Sicherheit für Passanten vermittelt das nicht. Dabei fordern die von der Stadt beauftragten Planer, so steht's im Integrierten Handlungskonzept (IHK), einem Projekt zur Attraktivierung Hitdorfs, dies gerade. Im IHK heißt es: "Die Reling an der Krone der Kaimauer muss grundsätzlich erhalten bleiben, um einen Absturz von Passanten in das Hafenbecken zu verhindern."

Das marode Geländer ist die Spitze des Eisbergs, denn auch die Kaimauer ist marode. Das ist der Stadt seit Jahren bekannt, die Sanierung ist geplant, aber bisher nicht angegangen worden. Die zehn Meter hohe Mauer stammt - Parallele zur A1-Brücke - aus den 1960er Jahren und weist starke Schäden auf: offen liegende Moniereisen, abplatzender und tief gerissener Beton, weggerostete Spundwände. Innerhalb von fünf Jahren muss die Anlage ersetzt werden, sonst drohen schwere Schäden. Darüber hatte unsere Zeitung vor einem Jahr berichtet, als der damalige TBL-Chef Reinhard Gerlich von einem Kölner Architekten zwei Kaimauer-Varianten prüfen ließ: den einfachen Neubau und den mit einer integrierten 54 Meter breiten Panorama-Treppe. Diese lehnten Bürger der Planungswerkstatt zum IHK nun aber ab (wir berichten).

Jetzt wird die rostende Eisbergspitze erstmal eingezäunt. Was danach vorgesehen ist, sagte die Stadt gestern nicht.

Quelle: RP
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