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Hitzeschäden
Hoppla, die Bäume ziehen sich aus

Hitzeschäden: Hoppla, die Bäume ziehen sich aus
Leise rieselt... das Blatt. An der Bismarckstraße ziehen sich die Bäume aus. Laut Stadtgrünchef Lothar Schmitz ein normaler Vorgang in heißen Sommern. FOTO: UM
Leverkusen. Die Blätter fallen. Unübersehbar auf vielen Straßen im Leverkusener Stadtgebiet. Ist der Herbst schon da?

"Was wir gerade bei den Bäumen sehen, das ist ein ganz normaler Vorgang. Die Bäume ziehen sich aus", berichtet Lothar Schmitz, Leiter des Fachbereichs Stadtgrün Leverkusen. "Die Bäume reduzieren einfach wegen Wassermangel nur ihre Verdunstungsoberfläche und trennen sich deshalb von Blättern", ergänzt Schmitz. Unter anderem würden speziell Platanen dazu neigen, Mengen ihrer Blätter abzuwerfen. (Na hoffentlich bleibt die Opladener Kastanienallee an der Wupper noch grün, damit die Besucher der Bierbörse nicht unter kahlen Bäumen lustwandeln müssen).

Auffallend ist der Blätterfall beispielsweise auf der Bismarckstraße in Manfort zwischen dem Konrad-Adenauer-Platz und dem Bayer 04- Fußball-Stadion BayArena. Vergilbte Blätter in relativ großerer Zahl bedecken den Boden. In weiteren Straßen ist das Wetterphänomen ebenfalls gut zu beobachten. Dabei fällt schnell auf, dass Leverkusen eigentlich über eine relativ große Zahl an Alleen verfügt. Ein optisches Fest für die Augen. Trotz der zeitweiligen Regengüsse ist die Gefahr von Trockenschäden für die Bäume nicht gebannt. Jungbäume bis zum dritten oder vierten Standjahr müssen von den Gartenbaufirmen, die die Bäume gesetzt haben, mit Wasser versorgt werden. "Danach haben die Bäume es alleine zu schaffen", sagt Schmitz. Bäume, die etwa geschwächt aus dem Winter kamen, könnten durchaus absterben, "auch ein natürlicher Prozess", sagt der oberste Stadtgärtner. Glücklicherweise habe es bisher erst wenige städtische Bäume getroffen.

Stadtgärtner Schmitz wirbt bei den Anwohnern von städtischen Bäumen um regelmäßige Wasserspenden: "Schon ein paar Eimer Wasser helfen, aber bitte kein Putzwasser verwenden." Darin seien zu viele Stoffe, die eher schaden. Das Gießen der öffentlichen Bäume ist übrigens strikt erlaubt, der Bürger darf dies ohne Nachfragen bei der Stadt tun (obwohl dies einige immer wieder aus Vorsicht tun).

Und wer den professionellen Gärtnern mal beim Gießen der Bäume genauer zusieht, bemerkt dies: Die Fachleute verwenden für das Wässern einen Brausekopf am Schlauch. Ein zu starker Wasserstrahl kann die besonders feinen und wichtigen Teile der Wurzeln beschädigen, womit die Wasseraufnahme gestört werden könnte. (US)

Quelle: RP
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