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Leverkusen
Hundedame ist nach Not-OP wieder zu Hause

Leverkusen. Hundedame Yucca darf zurzeit nur Schonkost zu sich nehmen. "Die kritische Phase ist noch nicht vorbei", sagt Frauchen Ulrike Mayer. "Aber sie macht einen munteren Eindruck." Das sah vor ein paar Tagen noch ganz anders aus. Denn beinahe wäre die vierjährige Dobermann-Hündin durch eine Köder-Attacke gestorben.

Jemand hatte unverdauliche Gummiteile auf das Grundstück der Mayers geworfen, die so präpariert waren, dass ein Hund sie gerne kauen würde. Ein mehrere Zentimeter großes Stück verschloss dem Tier schließlich den Darm. Es konnte aber durch eine Not-Operation gerettet werden.

"Die Duisburger Klinik hat sehr gut gearbeitet und schnell gehandelt", lobt Ulrike Mayer, die selbst Tierärztin ist. "Auch die Nachbehandlung war gut." Am Montag konnte sie Yucca aus der Tierklinik abholen. "Jetzt betreue ich sie weiter", sagt sie. "Wir müssen aufpassen, dass die Operationsnaht nicht aufgeht."

Andere Hundebesitzer in Witzhelden sind nach der Köder-Attacke am Scharweg alarmiert. "Viele sprechen uns an und sind schockiert", berichtet Yucca-Besitzer Harald Mayer. "Die Planung und Vorsätzlichkeit der Köder sprechen eine deutliche Sprache." Selbst fremde Passanten, die auf dem Weg zum Sportplatz an dem Grundstück vorbeikämen, wendeten sich an die Mayers und zeigten sich entsetzt.

"Leider wissen wir noch nicht, wer die Köder über unseren Zaun geworfen hat", bedauert Mayer. Die Polizei hat nach der erstatteten Anzeige die Ermittlungen aufgenommen. Tierquälerei gilt als Verstoß gegen den Paragraphen 17 des Tierschutzgesetzes Dem Täter droht eine Geld- oder sogar eine Haftstrafe.

(sug)
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