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Marktmeister Frank Röttger
Immer mehr Zuspruch zum Samstagsmarkt

Marktmeister Frank Röttger: Immer mehr Zuspruch zum Samstagsmarkt
Er pflegt einen guten Kontakt zu den Marktbeschickern: Marktmeister Frank Röttger. FOTO: Ina Bodenröder (archiv)
Leichlingen. Anfang des Jahres noch hatte Bürgermeister Frank Steffes für den Samstagsmarkt geworben, weil es im vergangenen Winter nicht gut um ihn stand. Was sich rund um das Angebot im Brückerfeld seither getan hat, darüber gab Marktmeister Frank Röttger jetzt Auskunft im RP-Interview. Von Ina Bodenröder

Wie haben sich die Kundenzahlen seit der Einführung des Samstagsmarkts im vergangenen Jahr entwickelt?

Röttger Die Winterzeit ist immer eine schwierige Zeit für alle Marktbeschicker. Im Sommer ist ein Markt auch ein Ort der Begegnung, auf dem sich die Menschen zum Plausch mit Freunden, Bekannten und Nachbarn treffen. Ich kann jetzt schon sagen, dass sich der Samstagsmarkt eindeutig gefestigt hat. Die durchschnittliche Besucherzahl liegt jeden Samstag bei 500 bis 800 Besuchern. Dies variiert in Abhängigkeit von Wetter und Urlaubszeit.

Wie viele Händler stehen derzeit samstags im Brückerfeld und was bieten sie an?

Röttger Zur Zeit stehen auf dem Markt 15 Händler. Das Angebot reicht vom frischen Obst und Saison-Gemüse über Kräuter, Oliven, Bio-Produkte, Wurstspezialitäten, Frisch-, Räucher- und Backfisch, Fischbrötchen, Aufstriche, Antipasti, Nuss-Frucht-Bar, Backwaren und "Coffeebike" bis hin zu Blumen für Balkon, Terrasse und Garten.

Ein Marktbeschicker hatte sich mangels Nachfrage zwischenzeitlich zurückgezogen. Gibt es inzwischen Ersatz dafür oder am Ende gar weitere Abgänge?

Röttger Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Ein Bäcker ging, ein neuer Bäcker kam. Ein Geflügel-Stand ist hinzugekommen. Auf ausdrücklichen Wunsch der Kundschaft haben wir das Angebot um Oberbekleidung, Socken, Wolle, Hundefutter und -zubehör sowie Accessoires für Damen erweitert.

Die Stadt hatte im Frühjahr eine Broschüre über den Markt herausgegeben. Hat sie den Zuspruch zum Samstagsmarkt eigentlich beeinflusst?

Röttger Ohne Werbung läuft nichts. Öffentlichkeitsarbeit ist in diesem Bereich unerlässlich. Wichtig ist aber auch, dass die Händler, die ebensogut auf einem Samstagsmarkt in einer anderen Stadt stehen könnten, erleben, dass die Verwaltung ihre Arbeit unterstützt und fördert. Und dafür steht die Stadt Leichlingen.

Wo sehen Sie das größte Entwicklungspotenzial für den Markt?

Röttger Unser Samstagsmarkt ist für die Kunden interessant. Viele Marktanbieter sind regionale Selbsterzeuger und stehen persönlich hinter ihren Produkten. Sie kennen mittlerweile ihre Kunden, sprechen sie direkt an und erfüllen ihnen ihre Produktwünsche. Für mich ist die Qualität und Vielfalt der Frischeprodukte wichtig. Da dieses Grundfundament jetzt steht, kann ich langsam beginnen, das Spektrum - zum Beispiel Feinkost und Spezialitäten - auszuweiten.

Wie beurteilen Sie die Perspektiven des Samstagsmarktes?

Röttger Die Kunden kombinieren Einkäufe, Läden werden zusätzlich aufgesucht. Der Samstagsmarkt und die örtlichen Geschäfte ergänzen sich. In der Regel dauert es ein bis zwei Jahre, bis sich ein neuer Markt etabliert hat. Dafür müssen die Händler oft langen Atem haben. Den haben sie gezeigt. Die Leichlinger setzen auf Qualität und Kontinuität. Ich kann jetzt schon feststellen, dass die Kundenzahlen steigen. Der Zuspruch gibt mir Recht.

Quelle: RP
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