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Postskriptum
Marode Stadt Leverkusen?

Leverkusen. Wie marode und reparaturanfällig sind denn die städtischen Straßen und Gebäude in Leverkusen? So wie die Rheinbrücke? Die Politik muss handeln - mit der Stadtspitze.

Ein verrostetes Geländer auf der rund zehn Meter hohen Kaimauer in Hitdorf müsste eigentlich kaum jemanden aufregen. Für sich isoliert gesehen ist die Reparatur am Yachthafen ein Klacks. Wer aber offenen Auges durch die Stadt Leverkusen geht, findet weitere rostende Brückengeländer, zerbröselnde Straßen und sanierungsbedürftige Gebäude. Steckt der Virus "marode Rheinbrücke" überall in den städtischen Immobilien drin? Müssen bald weitere Straßen gesperrt werden, Gebäude außer Betrieb genommen werden wegen Unfallgefahren?

Brücken und Straßen werden nicht plötzlich schadhaft oder unpassierbar. Die Lebensdauer ist absehbar. Es scheint aber so, dass die Stadt oft mit den Reparaturen zu lange wartet, obwohl die Bauexperten meist schon wissen, wie schlecht es um die Substanz steht, bevor Risse und Rost optisch auch dem Laien ins Auge fallen.

Der Leverkusener Bürger stellt sich schon die Frage: Werden umfangreiche und damit teure Sanierungen fällig, obwohl sie durch frühzeitige "Pflegemaßnahmen" hätten verhindert oder zumindest hinausgezögert werden können? Die Frage sollten sich auch die Kommunalpolitiker verstärkt stellen, denn bezahlt werden muss alles durch Steuern oder andere städtische Einnahmen. Die Politiker haben im Stadtrat und in den drei Bezirksvertretungen durchaus wesentlichen Einfluss auf das Geschehen. Es gab Zeiten, da wurden die von Stadtexperten geforderten Millionensummen für die Instandhaltung von Straßen und Gebäuden von der Politik grundsätzlich für zu hoch gehalten und prompt pauschal reduziert. Die Folgen dieser kurzsichtigen Haltung sind heute teuer zu bezahlen.

Quelle: RP
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