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Leverkusen
Neubau in der Kolonie Wiesdorf

Leverkusen. Auf dem Gelände Dhünnstraße/Van't-Hoff-Straße in der Kolonie I, Wiesdorf, wird gebaut. Von Gabi Knops-Feiler

Mevlo Dzeladini (Geschäftsführer G+P Gastronomie & Event Service GmbH) hat das 730 Quadratmeter große Grundstück gekauft und zunächst die unansehnlichen Garagen abreißen lassen. Nach inzwischen zweijähriger Vorlaufzeit steht fest: Die Stadt Leverkusen hat den Bauantrag für das Areal genehmigt, die Bauarbeiten beginnen am 15. Februar.

Läuft alles nach Plan, könnte innerhalb eines Jahres ein zwei- bzw. dreistöckiger Neubau für insgesamt 13 Wohneinheiten entstehen. Eine Tiefgarage, zugängig aus der Van't-Hoff-Straße, soll die neue Wohnanlage komplettieren.

Vor etwa drei Jahren hatte Pächterin Vincenza Celauro die frühere Kneipe "Unser Eck" geschlossen. Alte Bretterbuden fristeten dort seither ein trauriges Dasein. Nachbarn sprachen schon lange von einer "Schmutzecke".

Ab Mitte 2016 sollen die geplanten Wohnungen, zwischen 70 und 140 Quadratmeter groß und mit Balkon, vermarktet werden. Damit sich der Neubau nicht allzu sehr vom Stil der um 1900 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Kolonie-(Bayer-)Häuser unterscheidet, wird laut Dzeladini "die komplette Außendarstellung" angepasst. Konkret heißt das: Gauben, Firsthöhen und Fassadenanstrich nähern sich der aktuellen Wohnbebauung an.

Dafür, dass auf relativ kleinem Raum viel Wohnfläche entstehen konnte, hat Projektentwickler Markus Scheben, ein Studienfreund Dzeladinis, gesorgt. Die Bauausführung liegt bei Nuha-Bau, einem der groeßn Bauunternehmer mit Sitz in Düsseldorf, der unter anderem auch den Rohbau der Zentralmoschee in Köln erstellt hat.

Geplant ist, dass Leverkusener Firmen den Innenausbau übernehmen sollen. Aktuell ist Dzeladini in Verhandlungen mit örtlichen Unternehmern. Bis die ersten Mieter in das Haus einziehen können, rechnet der 42-jährige Geschäftsmann, der in Tetovo (Mazedonien) geboren wurde, aber schon als Siebenjähriger nach Leverkusen gekommen ist, mit Baukosten von insgesamt rund drei Millionen Euro. "Es ist ein Riesending, das ich als privater Bauherr auf mich nehme", beschreibt Dzeladini.

Quelle: RP
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