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Leverkusen
Parkplätze blockiert: Ärger an der Baustelle Birkenbergstraße

Leverkusen. Verbotsschilder fehlten - Stadt nimmt Baufirma in die Pflicht. Von Peter Clement

Seit Monaten laufen an der Birkenbergstraße am Rande der Fußgängerzone die Bauarbeiten zwischen Deutscher Bank und der ehemaligen Gaststätte "Mittelpunkt". Dass der Lückenschluss bisweilen Millimetersache ist, wird immer dann deutlich, wenn die Baufirma den Schwerlast-Kran anrücken lässt, damit dieser in 22 Metern Höhe Betonplatten oder ähnliche Lasten in die Baustelle hineinmanövriert. Die beiden Kurzzeit-Parkplätze vor Juwelier Kopp sind dann gesperrt, damit das Kran-Ungetüm genug Platz hat.

Das lief auch am vergangenen Montag wieder eingespielt - doch im weiter hinten gelegenen Teil der Straße gab es plötzlich Ärger. Wütende Autofahrer schimpften, sie kämen aus ihren Parklücken nicht mehr heraus. Ein Lkw mit Anhänger, ein VW-Bus sowie ein weiterer Transporter hatten den Parkstreifen für Pkw bis etwa auf Höhe der Parkplatzeinfahrt der Deutschen Bank komplett zugestellt.

Nun bringt der Lkw die Betonteile für die Baustelle, muss also da parken dürfen.Dennoch waren die Autofahrer sauer, denn es gab keine Verbotsschilder, die sie gewarnt hätten. Wer dringend sein Auto benötigte, musste sich erst einmal auf der Baustelle bis zum Lkw-Fahrer durchfragen. "Ich muss hier abladen", schimpfte der zunächst zurück. Der Hinweis eines Autobesitzers, das habe wegen der fehlenden Schilder ja niemand ahnen können, ließ sich jedoch nicht von der Hand weisen. Zunächst mussten noch all jene Anlieger aufgetrieben werden, die sich hinter den Lkw auf die Straße gestellt hatten, nach dem Motto: "Hier tut sich jetzt stundenlang nichts, dann können wir einfach mitten auf der Fahrbahn parken." Als sich der Tross dann in Bewegung setzte, war knapp eine halbe Stunde vergangen. Und manch einer der Autofahrer, die zugestellt gewesen waren, fragte sich, wer denn nun eigentlich Schuld habe.

Bei der Stadt Leverkusen gab es da gestern keine Zweifel: "Die Firma, die an der Birkenbergstraße baut, hätte Halteverbotsschilder an den Parkbuchten aufstellen müssen, und zwar bereits am Samstag", teilte eine Sprecherin der Verwaltung mit. Mindestens 72 Stunden müssen zwischen dem Aufstellen der Verbotsschilder und der Sperrung eines Parkplatzes vergangen sein, "nicht 70, nicht 65 oder sonst etwas". Und für jede Sperrung brauche es eine neue Genehmigung, es sei denn, der Bauherr wolle für die gesamte Baustellenzeit Parkstreifen nutzen. Das alles ist kostenpflichtig.

Im aktuellen Fall sei auch der Rettungsweg der Feuerwehr in die Fußgängerzone zugestellt worden, sagt die Stadt-Sprecherin. Wegen all dem werde man sich mit der Baufirma jetzt in Verbindung setzen.

Quelle: RP
 
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