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Lokalsport
Bayers Chancen auf einen Sieg gegen Potsdam gut wie nie

Leverkusen. Das Topteam ist noch nicht in Form und aktuell Drittletzter. Thomas Obliers rechnet sich auch deshalb etwas aus.

Wer darauf getippt hätte, dass dies das Kellerduell des fünften Spieltags sein würde, wäre wohl belächelt worden. Bayers um Nationalspielerin Annike Krahn verstärkte Bundesliga-Fußballerinnen wähnten viele Experten im gesicherten Mittelfeld und Turbine Potsdam - wie üblich - vorne unter den Top-Teams.

Wenn die Mannschaften heute um 12 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion aufeinander treffen, wird es das Duell des Vorletzten gegen den Drittletzten sein. Die Partie, die live im TV (bei Eurosport) und im Netz (bei DFB-TV) zu sehen sein wird, sieht Bayers Coach Thomas Obliers als große Chance.

Nie war die Möglichkeit so groß wie jetzt auf den ersten Sieg überhaupt gegen diesen namhaften Gegner. Vergangene Saison trotzte Bayer dem Favoriten auswärts bereits ein Remis ab. Nun hat Turbine nach dem Umbruch im Sommer (zehn Zu-, zwölf Abgänge) noch nicht ins gewohnte Fahrwasser gefunden, zuletzt mit einem "blutleeren Auftritt" (Coach Bernd Schröder) zu Hause gegen Sand verloren. "Wenn wir so weiter machen und defensiv noch etwas konzentrierter arbeiten, werden die positiven Resultate schon kommen", ist Obliers überzeugt und schiebt frech die Frage hinterher: "Warum nicht schon gegen Turbine?"

Auch seine Schützlinge geben sich entschlossen. "Wir können und wollen etwas mitnehmen", betont etwa Carolin Simon, die für das Duell neben einer hohen Zweikampf-Intensität auch den Teamgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit als Schlüsselfaktoren benennt.

Ein großes Hallo erwartet Lisa Schmitz, die vergangene Saison noch für Bayer zwischen den Pfosten stand. "Klar schaue ich auf Bayer und drücke sogar die Daumen - außer am Samstag. Ich freue mich richtig auf das Wiedersehen", sagte sie in einem Interview. Fraglich übrigens, ob die Leverkusenerinnen auch die zweite ehemalige Spielerin im Gäste-Kader begrüßen können. Potsdams Abwehr-Chefin Johanna "Jojo" Elsig hat sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen. Personell können die Gäste solche Ausfälle (neben Elsig fallen auch Amela Krso, Asano Nagasato und Jennifer Kramer aus) aber wohl besser kompensieren als die Bayer-Frauen, die es schwer getroffen hat. Marina Hegering (Reha nach Fuß-OP), Laura Widak und Merle Barth (beide Kreuzbandriss) fielen ohnehin schon aus. Nun hat es auch noch Rebecca Knaak (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Marisa Ewers (Muskelfaserriss) erwischt.

Doch Ausreden lässt Obliers nicht gelten. Er fordert eine starke Leistung gegen Potsdam und hofft auf den ersten Sieg. Umso mehr, weil für das Live-Spiel mit der Auslosung des Pokal-Achtelfinals (mit Bayers Nachwuchschef Jürgen Gelsdorf als Losfee) gute Einschaltquoten erwartet werden und Bayer Werbung in eigener Sache machen könnte.

(kre)
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