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Bayer Giants Leverkusen
Derby in Rhöndorf

Bayer Giants Leverkusen: Derby in Rhöndorf
Der US-Amerikaner Kerry Carter spielt bisher eine starke Saison, muss sich aber auch Kritik gefallen lassen: "Manchmal fehlt ihm noch der Blick für den Mitspieler", sagt Headcoach Achim Kuczmann. FOTO: MISERIUS
Leverkusen. Gegen Elchingen haben die Giants Leverkusen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B den ersten Heimsieg eingefahren. An diesem Wochenende will die Mannschaft von Trainer Achim Kuczmann nachlegen. Von Sebastian Laule

Die Fünf-Minuten-Zusatzschicht gegen Elchingen könnte den Bayer Giants in den nächsten Wochen noch wertvolle Zinsen bringen - nicht nur, weil Achim Kuczmanns Team mit dem Sieg nach Verlängerung nach zuvor zwei Niederlagen in der Rundsporthalle das Gerede über einen vermeintlichen "Heimkomplex" im Ansatz erstickte. Der Sieg gegen die bis dahin noch unbesiegten Schwaben war für die Giants der Nachweis, dass sich Glück auch erzwingen lässt. Wo gegen Lich und München in der jeweils entscheidenden Schlussphase den Giants noch das Pech an den Händen zu kleben schien, lief es diesmal in der Overtime fast wie von selbst (18:7).

"Klar war es für das Selbstvertrauen wichtig zu sehen, dass wir solche Spiele auch gewinnen können, statt hinterher immer erklären zu müssen, wo wir die zwei oder drei Punkte Unterschied haben liegen lassen. Ein Sieg, der so zustande kommt, gibt dir immer Auftrieb", sagt der Giants-Coach. Nicht weniger wichtig als der erste Heimerfolg sei es aber, nun auswärts nachzulegen. Kuczmann: "Wir haben die Teams, die mit uns oben stehen, fast alle durch, jetzt müssen wir die Mannschaften hinter uns auf Distanz halten, um gleichzeitig vorne noch näher ran zu rücken."

Morgen (19 Uhr) geht es gegen Rhöndorf. Angesichts der sonst zeitaufwendigen Fahrten in der Südstaffel der Pro B sind die 60 Kilometer zum Drachenfels fast schon so etwas wie ein Derby. Personell wird Kuczmann wohl wieder mehr Alternativen haben. Damon Smith steht vor seiner Rückkehr. Der 28-Jährige stieg nach seinem Muskelfaserriss bereits Ende der vergangenen Woche wieder ins Training ein. Ein Einsatz gegen Elchingen schien indes zu riskant. Jetzt gaben die Ärzte endgültig grünes Licht für ein Comeback des Innenspielers.

"Bei ihm sieht es sehr gut aus. Dadurch hätten wir natürlich wieder eine wertvolle Option unterm Korb mehr", sagt Kuczmann. Auch sein Sohn Michael, der wegen einer starken Erkältung letzte Woche noch weitgehend geschont worden war, steht wieder bereit - und der bislang überzeugende Tim Schönborn ist ebenfalls wieder komplett genesen. Er dürfte an seiner alter Wirkungsstätte zudem gleich doppelt motiviert sein.

Beim letzten Auftritt der Riesen in der Sporthalle Am Menzenberg trug der Shooting Guard noch das Rhöndorfer Trikot. Die damalige 64:91-Niederlage wurde zum Sinnbild für das gesamte Abstiegsjahr der Giants, in dem in fremden Hallen insgesamt so gut wie nichts gelang. Diesmal, ist sich Kuczmann sicher, wird es anders laufen: "Wir wissen schon ganz genau, dass es keine einfachen Spiele gibt, aber wir sind auch für alle anderen ein dicker Brocken."

Gegen die Dragons fordert er zudem mehr kontrollierte Offensive. Gerade wenn es nicht rund laufe, neigten einige Spieler immer noch zu Hektik und Eigensinn. Gegen Elchingen galt das unter anderem auch für Kerry Carter, der bisher aber eine starke Saison spielt und sich als wertvolle Verstärkung entpuppt. Dennoch gibt die Spielweise des US-Amerikaners auch Anlass zu dezenter Kritik. Sein Trainer formuliert es so: "Er will in jedem Angriff Verantwortung übernehmen und das Team führen. Meistens gelingt ihm das, aber manchmal fehlt ihm noch der Blick für seine Mitspieler. Doch das bekommt er mit Sicherheit noch hin. "

Quelle: RP
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