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Jannes Hertlein
"Ich bin ein Auricher Eigengewächs"

Jannes Hertlein: "Ich bin ein Auricher Eigengewächs"
Jannes Hertlein wird den LTV im Sommer nach nur einem Jahr wieder verlassen und zurück nach Aurich wechseln. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Der Kreisläufer des LTV im Gespräch über seinen Ex-Klub und heutigen Gegner OHV Aurich sowie sein Studium in Düsseldorf.

LEICHLINGEN Die Hälfte des Plans ist geschafft: Mit vier Siegen gegen schlagbare Gegner wollte sich der Handball-Drittligist Leichlinger TV aus dem Jahr 2017 verabschieden. Nach den überzeugenden Erfolgen gegen die SG Schalksmühle-Halver und die Bergischen Panther steht heute (19 Uhr) das Duell beim OHV Aurich an. Der LTV zeigte bei den jüngsten Auftritten vor allem in der Defensive starke Leistungen. Wichtiger Teil der Abwehr ist Jannes Hertlein, der im Sommer aus Aurich in die Blütenstadt wechselte - und im kommenden Sommer wieder zurück in seine Heimat zieht.

Herr Hertlein, Sie sind in der LTV-Abwehr ein wichtiger Spieler. Was läuft jetzt besser in der Verteidigung?

Jannes Hertlein Besonders im Innenblock habe ich mich gut mit Tim Menzlaff eingefunden. Wir harmonieren besser zusammen und sprechen mehr. Auch die Abstimmung mit den Torhütern läuft flüssiger. Das hat man in den vergangenen Spielen gemerkt.

Ist das der einzige Grund?

Hertlein Wir spielen insgesamt disziplinierter und leisten uns weniger individuelle Fehler. Vorher war es oft so, dass jeder alleine gegen seinen Gegenspieler gespielt hat. Mittlerweile stehen wir mit anderthalb Mann gegen einen Gegner. Dadurch werden die Lücken kleiner.

Lagen die Probleme am Anfang auch daran, dass sich die Mannschaft noch nicht so gut kannte?

Hertlein Das lag am großen Umbruch mit sieben Zugängen, denke ich. Wir hatten ja einen komplett neuen Innenblock und das ist quasi das Herz der Abwehr. Das muss sich erst einmal finden.

Trainer Frank Lorenzet setzt Sie öfters auch vorne ein. Wo spielen Sie lieber: In der Offensive oder Defensive?

Hertlein Ich spiele beides gerne, das macht keinen Unterschied. Als ich in den Herrenbereich gekommen bin, habe ich nur Abwehr gespielt. Aber mittlerweile habe ich auch mehr Spielanteile vorne. Da fühle ich mich nun auch wohl.

Sie sprechen Ihre Anfänge im Herrenbereich an. Jetzt geht es ausgerechnet gegen den OHV Aurich.

Hertlein Ich komme aus Emden, das rund 25 Kilometer von Aurich entfernt liegt. Da habe ich sechs Jahre bei den Herren gespielt und vorher mehrere Jahre bei den Junioren. Ich bin quasi ein Auricher Eigengewächs.

Warum sind Sie dann gewechselt? Das ist doch eine schöne Geschichte.

Hertlein Hautsächlich kam ich wegen meines Studiums nach Leichlingen. Meinen Bachelor habe ich in Wilhelmshaven gemacht, das war beim Master aber nicht mehr möglich. Deshalb studiere ich jetzt in Düsseldorf Elektro- und Informationstechnik. Ich hatte schon frühzeitig Kontakt mit Frank Lorenzet. Es stand daher schon seit mehr als einem Jahr fest, dass ich nach Leichlingen kommen würde.

Wie viele Spieler kennen Sie noch aus der Auricher Mannschaft?

Hertlein Eigentlich alle, bis auf drei Zugänge. Die kamen, als ich weggewechselt bin. Aurich hat ein extrem junges Team mit recht wenigen erfahrenen Spielern. Keiner von denen ist älter als 30.

Welche Rolle spielt die Kulisse in Aurich? Zu den Heimspielen kommen in der Regel mehr als 1000 Zuschauer.

Hertlein Aurich hat eine der schönsten Hallen der Liga. Die Mannschaft wird von allen Zuschauern gepusht und kommt vor allem über den Kampf. Darauf müssen wir vorbereitet sein.

RP-MITARBEITER MORITZ LÖHR FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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