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Lokalsport
LTV steht nach Sieg in Neuss vor dem Titel

Leichlingen. Das Umfeld ist elektrisiert: Den Leichlinger Handballern fehlt nur noch ein Sieg zum Titel der 3. Liga. "Das wäre der absolute Wahnsinn", sagt Frank Lorenzet. Von Moritz Löhr

Entschieden ist zwar noch nichts, aber die Ausgangslage des Handball-Drittligisten Leichlinger TV ist besser denn je. Durch das 35:33 (17:19) am Freitagabend in Neuss behaupteten die Leichlinger nicht nur ihre Position an der Tabellenspitze, sondern bauten den Vorsprung auf ihren ärgsten Verfolger sogar aus. Der Zweite VfL Fredenbeck (41:15 Punkte) verlor seine Partie in Minden 21:23 und liegt nun drei Zähler hinter dem LTV (44:12).

"Jetzt lässt sich nichts mehr wegdiskutieren. Wir haben beste Chancen den Titel zu holen und wollen das natürlich auch", sagt Leichlingens Coach Frank Lorenzet. Am kommenden Samstag reicht dem LTV im Heimspiel gegen die HSG Varel-Friesland (19 Uhr, Smidt-Forum) ein Sieg - und er hätte die Meisterschaft sicher. Lorenzet: "Das wäre der absolute Wahnsinn."

Der Titel würde zugleich den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte bedeuten. Zwar spielten die Leichlinger bereits in der zweiten Bundesliga, doch diese war damals noch nicht eingleisig aufgebaut, und es gab zugleich sechs statt vier dritte Gruppen in der dritten Liga. Eine Ligareform änderte das Spielsystem - welches den "Pirates" heute zu schaffen macht. Durch den hohen finanziellen Aufwand der eingleisigen zweiten Liga beantragten die Leichlinger wie auch Fredenbeck keine Lizenz für die zweithöchste Spielklasse.

All das war am Freitag kein Thema in den Köpfen des Spitzenreiters, der seinem Ruf bei den hoch eingeschätzten Neussern gerecht wurde. Denn der LTV bewies vor allem und wieder einmal Nervenstärke, indem er sich von Begleiterscheinungen nicht aus dem Konzept bringen ließ. "Die Partie war ein Spiegelbild unserer gesamten Saison", meinte Lorenzet und traf damit wohl den Nagel auf dem Kopf: Der LTV kam schwer ins Spiel, um dann nach der Pause aufzudrehen.

Insbesondere in der Anfangsphase, in der die Leichlinger zwischenzeitlich mit 5:10 (14.) zurücklagen, lief noch einiges nicht rund. Verantwortlich dafür war für Lorenzet auch das Schiedsrichtergespann, das den Gästen in den ersten zwölf Minuten bereits drei Zeitstrafen aussprach und David Hansen nach 25 Minuten sogar mit glatt Rot vom Feld schickte. "Das war definitiv ein Foul, aber keine Rote Karte", meinte Lorenzet, der letztlich aber mit lachendem Auge auf die insbesonders starke und dann geordnete zweite Hälfte blicken dürfte.

Noch eine Leistung diesen Charakters und der LTV könnte schon am kommenden Samstag Westdeutscher Meister sein.

LTV: Vukas, Bungart - Reuland (5), Lange (6), Hilger (6/1), Hansen (2), Novickis (4), Lajnef, Padeken (1), Zechmeister, Kreckler (9), Kirfel (2).

Quelle: RP
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