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Tim Hilger, Kapitän Des Leichlinger Tv
Nächste Saison? "Wieder oben mitspielen"

Leverkusen. Tim Hilger blickt trotz vieler Abgänge optimistisch auf die kommende Spielzeit beim Meister der dritten Handball-Liga. Zum Abschluss der Meistersaison soll noch ein Sieg in Fredenbeck her.

LEICHLINGEN Die vergangenen Tage waren für den Handball-Drittligisten Leichlinger TV ein Wechselbad der Gefühle. Durch den Sieg gegen die HSG Varel-Friesland machten die "Pirates" nach einer grandiosen Saison vorzeitig die Meisterschaft perfekt, doch die Freude darüber war angesichts des plötzlichen Todes von Catering-Chefin Bettina Ditz getrübt. Coach Frank Lorenzet blieb den Feierlichkeiten aus privaten Gründen fern und wird auch heute die Reise zum VfL Fredenbeck nicht antreten. Vor dem letzten Saisonspiel des LTV sprach RP-Mitarbeiter Moritz Löhr mit Kapitän Tim Hilger über die Situation.

Herr Hilger, wie liefen die Feierlichkeiten nach der gewonnenen Meisterschaft am Samstag?

Hilger Es wurde ziemlich spät. Wir haben erst in der Halle gefeiert und sind anschließend in die Kölner Südstadt zum Mexikaner gefahren. Dort ging es dann richtig zur Sache. Wir haben es krachen lassen.

Wie schwer war es, angesichts des Todes von Bettina Ditz den Titel ausgelassen zu feiern?

Hilger Man denkt natürlich immer wieder daran. Es ist etwas Schreckliches geschehen und jeder verarbeitet es so, wie er damit am besten klarkommt. Wir als Mannschaft waren spätestens nach Abpfiff total euphorisiert. Für mich hat der Trauerfall deshalb beim Feiern keine große Rolle gespielt.

Und wie war es, ohne ihren Coach Frank Lorenzet auf den großen Triumph anzustoßen?

Hilger Lori hält sich nach dem Todesfall zurück und das ist auch absolut verständlich. Wir als Mannschaft hatten uns vorgenommen, das Spiel für ihn zu gewinnen und den Titel zu holen. Das haben wir schließlich auch geschafft. Insbesondere in den ersten Minuten des Spiels haben wir ein echtes Feuerwerk abgebrannt.

Wie ging es unter der Woche weiter?

Hilger Bisher hatte noch niemand von uns direkten Kontakt zu Lori. Ich habe vorerst das Training übernommen und mich mit Videoanalysen vorbereitet. Wir hatten zwei ruhigere Einheiten, in denen wir uns ganz normal auf den Gegner eingestellt haben. Auf dem Papier geht es zwar nicht mehr um viel, aber wir wollen in der tollen Halle in Fredenbeck natürlich auch gewinnen. Jeder Spieler wird dafür seine Spielanteile bekommen.

Sie sind Meister, aber kein Aufsteiger. Was ändert das in ihrem Kopf?

Hilger Es ist etwas anderes, keine Frage. Unter dem Strich muss aber die Gesamtsituation betrachtet werden - und da hat der Verein für mich die richtige Entscheidung getroffen. Ein Aufstieg ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich.

Würden Sie das als jüngerer Spieler auch so sehen?

Hilger Ich kann natürlich nur für mich sprechen und ich kann den Verein absolut verstehen. Dass jüngere Spieler natürlich gern den Schritt in die höhere Spielklasse gewagt hätten, ist doch logisch.

Was sind ihre Ziele für die kommende Saison?

Hilger Wir wollen möglichst erfolgreich sein. Trotz unserer Abgänge werden wir sehr sicher wieder eine schlagkräftige Truppe beisammen haben - und versuchen, oben mitzuspielen.

Quelle: RP
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