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Teilsperrung der A3
Planer versprechen weniger Stau am Wochenende

Teilsperrung der A3: Planer versprechen weniger Stau am Wochenende
Stau auf der Autobahn 3 (Archiv). FOTO: dpa, ve lof fpt fgj
Leverkusen. Kilometerlange Staus in Richtung Köln haben Autofahrern an Christi Himmelfahrt die Nerven geraubt. Grund war eine Teilsperrung der A3. Am Wochenende soll der Verkehr aber wieder flüssiger laufen, verspricht der Landesbetrieb Straßen.NRW. Von Sebastian Fuhrmann

Das befürchtete Chaos blieb nicht aus. An Christi Himmelfahrt gab es auf den Ausweich-Strecken rund um die Baustelle auf der Autobahn 3 bei Leverkusen kilometerlange Staus. Seit Mittwochabend ist die Autobahn zwischen dem Dreieck Langenfeld und dem Kreuz Leverkusen in Richtung Köln gesperrt. Auch zwischen dem Kreuz Ratingen-Ost und dem Kreuz Hilden ist die Autobahn in Fahrtrichtung Köln dicht. Auf beiden Abschnitten wird neuer Asphalt verlegt. Autofahrer müssen auf andere Strecken ausweichen, etwa die A1, A57 oder A59. 

Nach Angaben vom für die Bauarbeiten zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW ist die größte Stauwelle aber erst einmal vorbei. "Am Wochenende wird es besser", sagt Jan Lohoff von der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Dass es auf den Ausweich-Strecken am Feiertag voll war, lag auch an einer weiteren Baustelle auf der A3 südlich des Leverkusener Kreuzes. 

Die Karte zeigt die gesperrten Stücke der A3. FOTO: Straßen.NRW

Dort wird die eigentlich dreispurige Autobahn auf vier Fahrstreifen ummarkiert. So soll der Verkehrsfluss verbessert werden. Die Maßnahme soll dazu beitragen, dass es auf der A1 in Richtung Köln weniger Stau gibt und so dabei helfen, die Zahl der Unfälle auf dem Streckenabschnitt, auf dem regelmäßig tödliche Unfälle passieren, zu reduzieren.

A3 hinter dem Leverkusener Kreuz ab Freitag wieder zweispurig

"Im Zuge der Ummarkierung muss auch die Überkopfbeschilderung geändert werden. Wir rechnen damit, dass die Arbeiten bis heute gegen 15 Uhr abgeschlossen sein werden, so dass dann wieder zwei Fahrspuren in Richtung Köln frei sind", sagt Straßen.NRW-Sprecher Timo Stoppacher. Hätten die Maßnahmen besser koordiniert werden müssen, um unnötige Staus zu vermeiden? "Wir haben den Eingriff nach bestem Wissen und Gewissen geplant. Aber mit gewissen Einschränkungen müssen wir leben" sagt Stoppacher. "Die Alternative wäre gewesen, die Arbeiten an zwei Wochenenden durchzuführen. Dann wäre jeweils ein Fahrstreifen frei gewesen, und es hätte auch dann massive Beeinträchtigungen gegeben." Der Stau sei nicht nur wegen der einspurigen A3 hinter dem Leverkusener Kreuz entstanden, sondern auch, weil Autofahrer sich schon vorher durch Nadelöhre quetschen müssten, etwa am Zubringer von der A1 auf die A3. 

Roman Suthold vom ADAC hält den Termin der Sperrung nicht für vollkommen falsch gewählt. "Heute ist wenig los, das wird auch morgen so sein", sagt der Verkehrsexperte. Die von Stoppacher angesprochene Alternative einer Teilsperrung an zwei Wochenenden hält auch Suthold für problematisch. "Der Verkehr an Wochenenden hat stark zugenommen. Auch an gewöhnlichen Wochenenden würde es zu Beeinträchtigungen kommen", sagt er. Weniger Verständnis hat Suthold für die offenbar mangelhafte Koordinierung. "Es ist kein Wunder, wenn sich dann ein Drama entwickelt."

Während es bei Leverkusen Probleme gab, gebe es an der Sperrung bei Ratingen weniger Staus. "Wir sind mit der Situation dort eigentlich sehr zufrieden", sagt Jan Lohoff von der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Bei den Arbeiten an der A3 zwischen Langenfeld und Leverkusen gibt es nach Angaben des Landesbetriebs bislang keine größeren Verzögerungen. 

 
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